Ausgabe 
21.5.1776
 
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Wochenblatt.

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werde, die Gärtner müssen die Gartenbeeten recht fest antreten oder klopfen, Urti gleiche AbM, die Feuchtigkeit zu erhalten, erreichen.

Hiebey muß ich anzeigen, daß diese Sätze nicht weiter als fünfzehn Meilen in der Runde von dieser umliegenden Gegend gdten können, denn alle Grade muß eine apcirte Anmerkung gemacht werden, um von selbiger Schlüsse zu machen.

Der Maymonat wird fortfahren vorzüglich zum trocknen genagt zu seyn, jedoch hat man östern fruchtbaren Thau zu erwarten, dieserwegen muß man abermalen mit den Saaten eilen, die in diesem Monat gefdet werden Müssen, um rechten Nutzen von der Feuchtigkeit so im Lande ist zu fliehen, das Unterpflügen und Einwalzen muß nicht unterlassen werden. Wer dieses Jahr des Abends bey Sonnenuntergänge säet, es die Nacht im Thau so bloß liegen laßt, und des Morgens vor Sonnenaufgang, damit die Son« ne den Thau nicht wieder ableckt, bas Gesdete unterpflüget, wirb Den vor» - züglichen Nutzen dieser sogenannten Tausaat erfahren.

Und da diese Gegend vorzüglich wünscht guten Flachö ju bauen, so will denen zum Besten hiermit anrathen, den Leinlaamen erst einige Tage vorder Aussaat auf Laken auszubreiten, solche des Nachts über im Thau liegen zu lassen, und des Morgens zuzudecken, wer dieses thut, kann gewiß seyn, daß der Leinen gut gerathen wird. Denn man glaubt nicht, was solche mit fruchtbarem Thau imprdgnirte Saat vorzüglich ist, dieß ist überhaupt das einzige Mittel alle Arten von Saamen ju impragniren, alle andre Arten taugen nichts, hiervon aber verdirbt gewiß nichts, wohl aber Hilst zu einem vortreflichen Wachsthum.

Der Anfang des Juniimonats wird fruchtbaren Regen bringen, hin» gegen die übrige Zeit abermalen zum trocknen Wetter vorzüglich geneigt fepn , und dieses wird bis den roten Julius fortdauren.

Ueberhaupt kann man mit vieler Gewißheit schließen, daß dieser Som» mer vorzüglich zur Dürre geneigt seyn wird, diese Nachricht hat großen Nu« zen für einen jeden vernünftigen Lanbmann, er kann nunmehro alle Arten von Einrichtungen in seinem Haushalt darnach einrichten. Er kann um keinen Mangel an Weide für sein Vieh zu trieben, dieAnzahl desselben nach Pro­portion einrichten, weil er aus keinen starken Graswuchs Staat machen kau. Die niedrig liegenden Felder und Wiesen kann er langer beweidm lassen, da­hingegen muß er die hochliegenven Wiesen frühe schonen

Vom ii. Jun. bis den i$ August steht ebenfalls eine größere Nei­gung zum Trocknen als zum Feuchten zu erwarten, jedoch wird dann und wann