Wochenblatt- 6z
Zweitens, Prästrvations-Mittel wider diese Rranckherk.
Hierzu sind solche Mittel anzuwenden, welche die Entzündung und die in denen Gafften zu besorgendeFäulniß abwenden, alS hauptsächlich
a) das Reinhaltcn der Stalle durch öfteres Misten, auch öftere und hinlängliche Streue der Zugang frischer Lufft in die Ställe.
b) DaS öftere und vorsichtige Austauchern der Ställe mit hartzigten und sauren Mitteln, $. E- Theer, Eßig rc. und kann auch statt dem Theer GeigemHartz oder Colophonium gebraucht werden.
c) Das KüchemSaltz beym Futter oder Getränck.
d) Beym vollblütigen Vieh die Aderlaß am Halß, von anderthalb bis r Schoppen Blut; welche aber bey magerem Vieh überslußig, bey schon sehr kranckem Vieh aber vergeblich , ja gar schädlich ist.
e) Wann dem Vieh daS Sauffen gegeben wird, muß solches am Halß und Rucken auch wohl am gantzen Leib mit einem Stroh »Wisch gerieben werden.
f) Lau warmes Getränck, bestehend in einem halben Pfund geschro- tener Gerste, welche etliche Stunden in zwey Maaß Master erweichet wird, worunter Sauerteig und Leinkuchen gemengek wird, jedoch kann man sich auch statt deS ersteren fo bis 60 Tropffen Vitriol Spiritus bedienen.
Allenfalls kann der Spiritus Virrioli mit einem Pfund reinen Brunnen «Wasser vermischt dem Vieh eingeschüttet. und es darauf geträncket werden.
In Ermangelung des Vitriol Spiritus können jedem Stück Vieh täglich z b,s z Theeköpffgen voll recht guter Eßig auf die nemliche Art gegeben werden.
(Die Fortsetzung folgt künftig.)
Die i s4te Ziehung der Hochfurfti. Wirzburqischen Zablenlottrrieifl den 2ten April mit aller Accuratesse ünv gewöhnlichen Formalitäten vollzogen worden; die gezogene Nummern sind folgende:
II. 27- 64. 35. 82.
Die ifste Ziehung bleibt auf den 26km April vestgchtzt, und die folgenden von z. zu z. Wochen«
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