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Der Harn ist gewöhnlicher Weise stärcker ass natürlich gefärbt und bleibt Die ganze Kranckheit Durch Helle. Jedoch unterbleibt das Harnen dey Dem mebrsten krancken Vieh gantzlich. Gemeiniglich find Die Äugen entzündet, woraus eine Feuchtigkeit dvmget, welche zuersi flützig ist, nach etlichen Tagen aoer eiterhast und klebend wird.
Kurtz nach dem Anfall der Kranckheit fließt aus der Nase und dem Maul em dünner Schleim der aber nach einigen Tagen zähe und in der Nase einem Eiter ähnlich wird, und oft wie Blut-Schaum abfließt. Thesen Schleim last Vas Rindvieh fließen, ohne ihn wie sonst gewöhnlich ab- zulecken.
Der Abgang des Mistes ist anfänglich natürlich, bisweilen verfärbt sich solcher und riecht nach Bisam, bisweilen ist er dick, bisweilen wieder, um ganz dünne, bisweilen mercket man selbst eine siarcke Verstopffung bei) wm Vieh, meistentheils aber stellet sich am 4. f. 6. Tag der Kranckheit ein Durchfall ein, wobey das Vieh Den äusserst Übelriechenden und ganz flüggen Koth ziemlich weit von sich spritzet, welcher bisweilen auch mit 25lut oder Eiter vermischet ist Vey andern bemereft man von diesem Durchlauf nichts, sondern er bleibt im Mastdarm, der seine natürliche Stärcke verliert und osten stehet dis das Thier stirbet.
Die Kühe verlieren anfänglich die Milch in den Eutern, sie wird dick Und verdürbt gänzlich Nicht lange nach dem ersten Anfall der Kranckheit ftW das Lieh an zu Husten, und dieser Husten nimmt sehr zu, und das Oormholen wird sehr b schwerlich; Die mit dieser Kranckheit verknüpfte große Schwäche des Körpers aber kann machen, daß der Husten endlich aar aufhüret, woher es d-nn auch kommt, daß der fieberhafft und ge- schwmdschlagende Puls so schwach gehet, daß er zuletzt gar nicht mehr zu hemercken ist.
Dasjenige Vieh so beym Anfang der Kranckheit übel aus dem Halse riechet, pflegt nach einigen Tagen zu verrecken. Wo sich aber Der G stank sogleich nicht ei.'fbDet lebet es aufs längste 1 bis 8. Tage. Allezeit ist derselbe wabrzunedmen, und sollte es auch nur eimge Tage vor D.m Tod f(l)n, welcher sich mit Zucken der Mußkckn über den ganzen Leib, insbesondre vey der Brust und den Schullern einstellet.
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