Giesser Wochenblatt.
Sieben und Dreißigstes Stück-
Dienstags den io, Sept. 1776.
Mit Hochsärscl. Hessen Darmstädttscher gnä-rgstcr exrlaubniß.
^^achdeme dir Metzger in Kiesiger Stadt Giessen, dermalen geringe Och-« 6 jL fen' und mehrentheils Hammel aus Kiesigen Pferchen schlachten, und
v' j)je an sie ergangene Befehle Kesseres Ochsen - und Hammelfleisch zu verschaffen nicht befolgen als nmd hiermit bekannt gemacht, daß allen unD jeüen Einheimischen und'Auswärcigen Unterthanen, zünftig und unzünftigen M-tzqeren, Christen und Juden erlaubt sehe, schwere fette Ochsen und Hammel anher» zu bringen, dahier zu schlachten, das Fleisch auf der Metzger -Schirn- zu verkauffen, unter der Versicherung, daß das Ochsenfleisch zu 6. auch mehr fr., das fette Hammelfleisch s. auch mehr Kreuzer und extra schwere und fette Westerwälder Hammel noch höher geschätzt und bezahlt, ihnen auch ein bequemer Ort zum Schlachten ang-wiesea werden solle. Gießen den Lten September 1776.
Fürst! Police?-Collegium dastlbst.
Nachdem- die Nachricht eingelaufen, daß in dem CKurcüllnischen Sauerland, besonders in denen zu dem Churcöllnilchen Amt Brichlengehörigen Ortschaften Ast-ghaußen, Winnertöhaußen und Bruchhaußen, unter dasigem Hornviehe sich die leidige Seuche äußre; Als wird solche- zu jedermanns Nachricht mit der Verwarnung angefüget, daß niemand solche Gegenden mir einigem Hornvieh besuchen, weniger von daher einiges Hornvieh oder Häute in hiesige Landen einbrinqen solle- Gießen dm 4ttn Sept- 1776. Fürst!. Hess OberamL dastlbsten.
Sues.
Gießen. Den Lsken Äug feyerte am Ludwigstag eine hiesig löbliche
Schützen« Compagnie Unserö Durchlauchtigsten Landgrafenö hohe Nah. 1
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