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Wochenblatt

n mir aber erlaubet haben, ihnen zu folgen, haben sie mir aufgekragen, ich solle Sie ersuchen, daß Sie dieses Paar Pferde von ihnen annehmen, die ich Ihnen da lasse.

Der fremde Mensch hakte die beyden Pferde wirklich an einen Baum gebunden, utw ritt mit dem (einigen in der größten Geschwindigkeit davon, so daß er ihnen bald aus den Augen kam. Darauf erzahlete der Herr feinen Freunden, was ihm begegnet war; und sie schlossen , man müßte nichts von allen Den Gelpensterhistörchen glauben, wenn sie auch noch so gewiß zu seyn schienen. Denn wenn man sie mit Aufmerksamkeit unter- suchete, so würde man sehr oft finden, daß die Bosheit der Menschen die­se Mahrchen erzeuget hakte.

Noch öfter sind die Gespenster ein Betrug unserer Sinne und eine Wirkung der Einbildungskraft. Man bekömmt im Dunkeln einen unge­wöhnlichen Gegenstand zu Gesichte; man erschrickt, die Einbildungskraft führet uns in diesem Augenblicke eine Menge Gespensterhistorien in das Gedachtniß, und nun macht Die Furcht, daß wir alles sehen , was wir nur wollen und nicht wollen ; wir gehen zitternd zurück, und schwören Stein und Bein, wir hatten ein Gespenst, oder doch etwas Uebernatür-- liches gesehen. Waren wir herzhaft auf die verdächtige Sache los gegan­gen, so würden wir gefunden Haden, daß alles lehr natürlich zugegangen war. Di er ist ein Beylpiel, wie sehr man in diesem Stücke oft von seine» eignen Sinnen betrogen wird.

In dem letztem Kriege wurde ein -Öfficier in einem kleinen Städtchen in Böhmen in einem Hause emqnaitiret, welches an dem Kirchboft, der Kirche gerade gegen über lag. Die Bewohner des Hauses , weiche gute einfältige Leute waren, erzäbleten ihm unter andern, daß sich an ter Kirche zuweilen ein Gespenst sehen lasse, welches in einem langen weißen Sterbe- kitte! gekleidet sey. Der Dfficier lachte darüber; man beteuerte die Sache; jener lachte noch mehr, und bach, ihn zu rufen, wenn sich das Gespenst würde sehen lassen, mit Der Versicherung, er wolle ihnen handgreiflich zei­gen, daß das vorgegebene Gespenst ein Nichts, höchstens ein Betrug sey. Ein Paar Nächte darauf kommt das Gespenst wirklich zum Vorscheine. Man ruft sogleich den Officier; er sichet eine lange weiße Gestalt an der Kir­che stehen; er kann die Erscheinung nicht leugnen, und eine heimliche Furcht

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