Wochenblatt 277
Die Manner, glaub es sicherlich, Verderben Zucht und Schaam; Doch war sie kaum so alt. als ich, Wie sie den Vatter nahm.
Ja, Hans ist dach der schönste Knecht In unftrm ganzen Dorf.
Die großen Augen funkeln recht Und sind so schwarz, als Torf. Wie fliegt sein lockigt Haar so stey! Wie hochroth blüht sein Mund! Und was kommt seinen Waden bey Sind die nicht felt und rund?
Wie vielmal kommt er nicht zu mir? Jüngst gab er mir diß Band, Und auf dem letzten Kindeibier Drückt er mir sanft die Hand. Wenn er im Kirchstul vor mir steht, Stößt er mich ost ans Bein; Und wenn er aus der Kirche geht, So grüßt er mich allein.
Ich weiß es noch verwichneS Jahr, Als ich zum Weinberg schlich, Ward mich der lose Schalk gewahr Kam nach und herzte mich. Da hab ich erst der Liebe Macht Im feuchten Kuß gefühlt Und froh mit ihm die ganze Nacht Gescherzt, getanzt, gespielt.
Als hier im Jahrmarkt der Polack Auf der Trompete blies, Wozu er auf dem Dudelsack Mein Leibstück machen lies.
Mw z Fürwahr,


