Ausgabe 
27.6.1775
 
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w-chcndlätt. 107

sie werken von verschiedenen andern Infekten, wenn letztere sich noch in ih­rem Raupen oder Madenstande befi, D.n, Zesressen. Diese scheinen uns zwar wieder kein Absicht zu haben, allein sie dienen denen Vögeln, so In­sekten fressen zur Nahrung, welche denn nicht nur durch ihren angenehmen Gesang uns Ve cnügen machen, sondern auch unter die wohlschmeckende­sten Gerichte gehö.en.

Die Nessel ist eine Pflanze, die kaum ein einziges unserer zahmen HauSthjere anrührek, sie muß aber, nach der weisen Einrichtung des Ur­hebers der Natur, mehrere Insekten ernähren, als fast irgend eines aller übrigen Kraute. Diele Insekten fressen sie oft gänzlich ab, und müssen hernach wieder den Vögeln zur Speise dienen, welche sich von der Nessel unmittelbar mcht ernähren konnlm.

Mainz den 2Zten Juni 177s.

Die ic>6te Ziehung der Cburfürstl. Mainzischen Zahlenlotterie ist heute mit aller Accurateffe und gewöhnlich n Formalitäten vollzogen wor­den, die gezogene Nummern sind folgende als:

sr. 65. 64. 16. 9.

Die iv7te Ziehung bleibt auf den i4fcn Juli vestgesezt, und die folgende von -.zu Wochen, die Ein'age kann ebensals bey dem hiesi­gen Schutz und Handelsjuden Simon Levi geschehen.

Es wird ein junger Mensch in die Lehre zur Handlung in Frankfurt verlangt, der im Schreiben und Rechnen nicht gantz unerfahren ist, solte <r sich auch im Französischen etwas geübt haben , wäre er desto angeneh­mer. Derjenige also so sich zu solcher Handlung begeben will , kann sich in Zeiten bey dem Ausgeber dieses Wochenblatts melden, wo nähere Nachricht zu erhalten ist. Gießen am 14. Jun. 177s.

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