Wochenblatt. 4U
Schweigt Verwegne, schweigetund entschuldigt, Was die Göttin, nur aus Noch gechan, Nicht aus Bosheit — — O hört die Geschichte, Hört die traurige Geschichte an!
Sie war einst, im sterblichen Gewände, Euch an Schönheit, euch an Liebreiz gleich: Pluto sah' sie, brannte, raubte, führte Sie, alsZKönigin, rn's Reich.
Finstrer Schattenr dort muß sie nun trauern, Ewig einsam — -Obgleich Königinn, Doch unglücklich — Denn ach l ohne Freuden Lebet sie ihr Pflanzenleben hin;
Ohne Spiel, und Schleifer, und Concerte, Ohne Stutzer, ohne Cicisbe, Ohne sich und Spiegel — O von allem Schrecklichen daS schrecklichste!
Und die Göttin sieht — wie unerträglich L Tag und Nacht nichts als das ewige Einerley, den — Mann; und hört und fühlet Immer nur das unausstehliche Einerley, Den — Mann. O Mädchen! weinet Mitleidsvolle Thränen, gönnet ihr Euren Libertin; Die einz'ge Freude Hat sie nm; das liebe Thier
Herzt und küßt urD drückt sie fast zu Tode — Holde Mädchen welcher Ruhm für Euch, Daß Ihr einer Göttin auferzogen, Was ihr Liebstes - daß im finstern Reich Euer Zögling wandert, als Der Liebling Proserpinens, und am styg'schen Fluß Keine Nahmen gröser, als Die Nahmen Libcrtm und CerberuS.
v. d. w.
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