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4i» Wochenblatt.
i> OesterS standst du, wie ein Löwe, rüstig n An der Thür und belltest jeden an, „ Schrecken faßt den 2!>and'rer und er flöhe „ Mit geschwindem Schritte seine Bahn. „ Aber Wuth war nicht in deinem Herze; „ Bieder war's und sanft — du belltest nur H Aus Vergnügen, Scherz, Und Witz, und Laune, " n Nicht aus zorniger Natur.
„ Harmlosheiter war 'stets deine Seele, 11 Und nichts menschenfreundlich's schwarzete „ Sie, die fromme, die nur stillen Freuden, „ Und nur sanftem Scherz sich öfnete.
ii O wie fröhlich spieltest, hüpfest, sprangest, „ Gaüztest, bissest du die Tage hin, „ Die zu schnell entfioh'n! denn ach! der bittre „ Tod - er raf'te dich dahin.
„ Fließet Thranen, fließet! denn gerechter n Wär nie eines frommen Mädchens Schmerz: „ O wie liebt' er uns! o wie gefällig, ii Wie stets freundlich war er! — Und fein Herz „ Ewig treu war es, nicht unbeständig, „ Wie das Herz von manchem Herrchen ist;
ii Tbränen sollen ewig stießen, daß du „ Gutes Hündchen! nicht mehr bist.
„Aber ach! umsonst sind unsre Klagen,
ii Du kehrst nie zur Oberwelt zurück, „ Ruhest nun in Proserpinens Armen — ii Denn sie war's, die Göttin, die das Glüa ii Unsrer Tage kürzte, die voll Neides, „ O die grausame! den Schwuhr gethan, ii Dich zu rauben. Wie? schwillt Götterherzen ii Solche schwarze Bosheit an?
kn,> . ' Schweigt,


