Z42 Wochenblatt.
digen Folge dem andringenden Vieh nicht wie Weis - und Kreuzdorn wiederstehen.
Saurauch rc. taugt überaus wohl zu Hecken, und Hägen , filzt sich so dicht/ daß kaum ein Vogel durchzuschliefen vermag, und wachset auf 4 Ellen hoch, ist also dem Landmann vor andern zu empfehlen.
Hagbuten rc. sind von dem nützlichsten Gebrauch / und können in Ab, gang andrer Haggehölze zur Hülf gepfianzt werden, so daß sich keine Gemeinde über den vorschützenden Mangel an Zaunholz zu beschweren vermag, weil sie fast überall in der Menge anzukreffen, oder doch wenigstens aus nahen Gemarkungen häufig zu erborgen sind: freylich sind sie vor andern zu vermischten Dörnhagen erforderlich, schicken sich aber nicht minder zu Gartenzäunen, in alle Gattungen von Gründen, sind gar nicht zärtlich, und eigentlich die einfachen Rosen.
Schlehen wachsen viel zu wild, und unbändig, als daß man sie zu Gartenhägen gebrauchen, oder durch die Scheere bemeistern könnte. Der Beweis davon äuffert sich noch näher im Alter, wenn man sie abstutzen, und solchergestalten gern verlieren will. Die Natur hat sich mehr zum Haggehölz um Wiesen und Felder gewidmet.
Stachelbeer rc. sind das beste Haggehölz um Häge, die Dorn - oder Stachellos sind von unken zu schnützen, sie wachsen dicht, und dienendem Landmann hauptsächlich die da und dorren findige Lücken in den Zäunen zu verstecken, nur Schade daß sie nicht einer Elle höher wachsen , und ich würde sie ohne Anstand vor allen Gattungen der Hagedorngesiräuche anzupreisen beflissen seyn.
Ginst, genifta fpinofa <8cc. sondern sich, wie schon oben erwähnt, in zwo verschiedene Gattungen ab; die kleinere hievon mit Stacheln dienet hauptsächlich dem Landmann zum Heckengesträuch, womit er auch magere und unfruchtbare Sandplätze benutzen, und schlechte Wiesen, und Feldgründe vermarken kann.
Holder rc. dünket zwar im ersten Antlitz, und besonders in Rücksicht auf Häge yon schlechter Würdigkeit zu seyn, dürfte aber gleichwohl in gewissem Betracht mit dem vorgängigen Hag-und Zaumgehölze fast um den Vorzugkampfen, zumalen kein Gehölz in allen Gegenden leichter anzutreffen , kem Hag mit geringer Mühe empor zu bringen, und keiner weniger Unterhaltung bedarf: Vorrechte! so man in andern Gattungen von Zaungehölzen so bald nicht vermählet findet. Freylich mangelt er die zu einem Hag unnachläßlich erfoderliche Dichte-, und Stacheln, und zeuget.
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