rN-cherchlakt, 27
ckm, Bohnen, Walzen, Gersten, alles findet man in seinen VorrathS- kammern unter und durcheinander.
Der Hamster sammelt sich diesen Vorrath nicht auf den Winker, denn den bringt er mit Schlafen zu. Sondern einen Theil verzehret er im Herbste, ehe er einschläft, und den andern im Frühlinge, wenn et auswacht. Wenn die Kälte im Winter eintritk, so sängt der Hamsters» einzuschlaftn, und dann schlaft er den ganzen Winter durch. Er liegt alsdann in einem Kreise zusammen geschlungen, auf der Seite; die Äugen fino geschloffen, er ist ganz kalk anzufühlen, und man verspüret kein Merkmal des Äthems. Sein Erwachen im Frühlinge ist artig anzusehen. Erst werden seine Glieder, Vie vis dahin ganz steif waren, geschmeidig und biegsam. Hierauf fängt er an Athem zu holen, damr^öffnet er den Mund undjähnet, und giedteinen unangenehmen röchelnden Thonvon sich. Hierauf öfnet er die Augen, und versucht es, sich auf die Hintersüße zu setzen, aber weil er noch ganz schlaftrunken ist, so fällt er um und taumelt von einer Seite zur andern. Endlich lernet er stehen; er ruhet aus, als wenn er eine große Arbeit verrichtet hatte, besinnet sich, was mit ihm vorgegangen seyn möchte, und fängt endlich an zu fressen und seine Gelchäfte zu verrichten, als wenn er nie geschlafen hätte.
Die Sitten des Hamsters sind eben nicht die besten. Man hat seine Herzhaftigkeit gelobt; aber im Grunde ist es nur Tollkühnheit. Er fliehet niemals, sondern sezt sich gegen alles zur Wehre, sein Feind sey auch so groß, als er wolle, ob er gleich fast allemal den Kürzer» ziehet. Wen» er von Menschen oder Hunden angegriffen wird, wetzt er erst seine Zähne, indem er sie geschwinde auf einander reibt, bläßt seine großen Bakken auf, um sich ein furchtbares Ansehen zu geben , und springt vabey wohl zwey Fuß gegen seinen Feind in die Höhe. Wenn dieser weicht, so ist er kühn genug, ihn zu verfolgen, indem er ihm wie ein Frosch nachhüpfet. Weil er ein scharfes Gebiß hat, so greifen die Hunde, wenn sie ihn kennen, ihn nie von vornen, sondern von hinten an, und dann ist es gleich um ihn gethan.
Von dem gesellschaftlichen Umgänge wissen die Hamster gar nichts; sie leben mit keinem Thiere, ja nicht einmal mit sich selbst in Friede. Wenn zwey Hamster zusammen kommen, so fangen sie sogleich an, sich zu bei#
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