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166 . Wocdenb!are.

so gar wenig Familien, in denen nicht Fehden und Bitterkeiten herrschen sollten, ob es gleich eines jeden Vortheil, und hier insbesondere erfoderke, sie zu vern^iden, da (wie ich wenigstens gern mich überreden möchte,) kei­nes dem andern Unruhe macht, ohne selbst dergleichen zu fühlen. Doch da Unter derselben Gesellschaft, entweder wegen Mangel der Verschieden­heit der Gegenstände oder andern dergleichen Ursachen ein gewisser lieber, druß entstehen kann, der leicht in üble Laune oder Mißvergnügen ausarten kann: so sollte jeder, der etwas Verkehrtes saget oder thut, was einen Unwillen oder Verdruß gegen die Gesellschaft verrath , sogleich fortgeschaft werden: da hingegen jede Person, die, wann sie einen Anfall üblerLaune bey sich verspürte, sich sogleich von selbst wegbegäbe, bey ihrer Wieder­kehr mit den Zeichm der größten Hochachtung sollte ausgenommen werden. Durch diese und andere heilsame Mitte! könnte man hoffen, daß, wenn ei­nes den andern auch nicht heilen kann, die üble Laune des einen doch nicht der ganzen Gesellschaft zur Last fallen würde. Es giebt noch andere gute Regeln, .die zum Besten der Menschen könnten festgesetzt werden und de­nen zur Glückseligkeit'gereichen, die mit einer so gefälligen Art von Leuten, die sie ausübten, zu khun Hütten. Der vortrefliche Moralist Seneka sagt, wann er von gütei Gesellschaft redet rder Tröst'des Lebens hangt vom Umgänge, von gegenseitigen Dienstleistungen und Eintracht ab, und die .-menschliche Gesellschaft ist wie das Wort eines steinernen BogenS : Alles würde über den Haufen fallen, wenn nicht ein Stück das andere hielte. <* Vor allen Dingen laßt uns Zärtlichkeit für unser Blut haben: und damit ist es noch nicht genug, daß wir einander keinen Schaden thun; wir müs­sen auch einander nützlich feyn. Wir müssen den Unglücklichen unterstützet), den Wanderer auf den rechten Weg führen, das Brod mit den Hungri­gen theilen: und hierdurch befördern wir unser eigen Bestes; denn wir such bloß die Glieder eines großen Körpers. Ja, wir sind alle Blutsfreund/, alle von einerley Stoff und zu einem und demselben Endzwecke gebildet:

- dieß Ärbindek-unS zu einer gegenseitigen Zärtlichkeit und Geselligkeit, und jenes zur Gerechtigkeit und Billigkeit. Die Liebe zur Gesellschaft ist natur- f sich, aber die Wahl derselbigen ist die Sache der Tugend und Klugheit.

Edle Beyspiele wecken uns zu edlen Handlungen auf und die Geschichte großer und patriotischer Seelen flößen uns großmüthige Gedanken ein.

Sie macht den Menschen khätig und wirksam in Dingen f wodurch die Welt besser werden möge: z. B- den Schwachen zu beschützen y denUn- schuldigen zu befteyen, den Frevler zu bestrafen.. »DaS.BewußtstW- ein M . gutes