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Z7L Wochenblatt.

Zu einer andern Zeit, da er an den Blattern gefährlich krank lag, und an einem Tage in feinem Bette sehr unruhig war, bekam ein Herr von Hofe, der bey ihm wachte, und ihn zudeckcn wollte, eine derbe -Ohr» feige von ihm. Und als er einige Stunde nachher bemerkte, daß der Prinz ruhig war, so fragte er ihn, womit er diesen Schlag verdienet hatte.Ei­nen Schlag! antwortete Carl: ich weis nichts davon ; so viel erinnere ich mich wohl, daß ich glaubte in der Schlacht bey- ?J,sbelo für den König E-ariuszu fechten, so daß ich dem Alexander einen'Schlag gab, worauf er zu Boden fiel."

Was man von den Reisen dieses Königs erzählt, ist nicht weniger erstaunenswürdig. Er ist bisweilen vier und zwanzig Stunden nach em# ander zu Pferds gewesen, und ist auf diese Weise einen großen Thcil des Königreichs durchreiset. Zuletzt war keiner von seinen Öfficieren mchr im Stande ihn zu folgen; so-baß er ohne auszuruhen, oder etwas anders als einen Bissen Brodt zu essen, meistentheils allein reiten mußte. Nun hat­te er einsmals auf einer so schnellen Reise das Unglück, daß ihm sein Pferd todt nieder fiel. Dieses hatte vielleicht einen jeden andern in Verlegenheit setzen können: aber Carl war hierüber ganz unbekümmert. Er wußte wohl, daß er bald ein ander Pferd finden könnte, aber er zweifelte sehr, ob er einen so guten Sattel und Pistolen antreffen möchte. Er schnallte daher seinen Sattel und Zaum ab, und nahm das ganze Geschirr auf den Rü­cken, und gierig damit in das nächste Wirthehaus, welches zu allem Glück nicht weit entfernt war. So bald er in den Stall kam, so fand er daselbst ein Pferd, welches recht nach feinem Sinne war. Er legre sogleich ohne weitere Umstande seinen Sattel darauf, und war eben im Begriffe aufzusteigen, als der Herr, dem das Pferd gehörte, davon Nachricht bekam, daß ihm ein Fremder sein Pferd nehmen wollte. Er fragte den König, den er nicht kannte, was er mit seinem Pferde zu thun hatte? Carl antwortete ihm ganz kaltblütig , daß er das Pferd genom­men hatte, weil er eines brauchte;denn ihr sehet wohl, fuhr er fort, wenn ich keines habe, so muß ich den Sattel selbst tragen." Diese Ant­wort that dem Herrn kein Genügen, und er zog hierauf den Degen. Der König zog auch sogleich seinen Degen, und nun wollten sie eben auf­einander losgehen, als die Wache heraufgeritten kam, und erstaunte, da sie in der Hand eines Unterthanen ein Gewehr wider seinen König erblickte. Der Herr wunderte sich sodann nicht weniger. Jedoch der König vertrieb