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Wochenblatt.

chend. NB Ssferne aber ein Mensch würcklich diese Raserey schon lan­ge Zeit unö Jahre auf dem Leibe gehabt, so muß man statt einer Hand voll von diesem Kraut, zweyHand voll,:mgleichen auch von dem vene- tianischen Theriac z Bohnen dicke nehmen, und dem Patienten z auch 4 mal, desMorgends nüchtern^ jeden Tag hinter einander geben, jedoch diesen Tag nichts als warm Bier oder warme süße Milch, wann er vorhero, r Stunde, auf den eingenommenen Trank gefastet, eingeben» Sind mehrere Menschen gebissen worden , so muß man allezeit auf jeden Menschen, ein halb Maas Bier, und soviel Bönen dick Theriac, nebst Hände voll von dem Kraut rochen Meyer nehmen, und gebrauchen.

Wann nun auch Hunde, Pferde - Kühe, ja alle 2hiere von einem tollen Thiere gebissen worden, so braucht man selbigen Trank auf nem- liebe Art, nur daß man nicht so viel von dem Theriac nehmen; darf, ein Pferd muß haben zf. eine Kuh zo. eine Kuh von f und 7 Jahren 17. a ig. Löffel voll, ein Hund aber nach der Gröse 6. a s.biS 10 Löffel voll, nehmen. Alle vierfüßige Thiere, muß man jedem sein Quantum, durch ein Horn allemal z Löffel voll einschütten, bis solches seine Zahl Löffel hat, und wann ein Vichsolte im eingeben, von solchem Tranck verschütten oder Verblasen, muß solchem nach gut befinden , etwas mehr gegeben werden. Wann man dem Vieh eingiebt, muß man ein Tuch vor die Nase binden, und lederne Handschuh anziehen, um nicht von diesem Thier den Geruch nach sich zu ziehen; ja alle Menschen die von solchem Vieh Milch genof» sen, müssen auch diesen Trank nehmen.

Dieses herrliche Recept, so vor z 00. Jahren schon von einem berühm­ten Doctor in Holland, in der Provintz Gelderland erfunden, und andre adeliche Familie Baron von Breyhausen vermacht worden, muß auf vor­beschriebene Art gebrauchet werden, alsdann hat es die Würkung, daß es allen Menschen, ja solchen die lange Jahre geraset und an Ketten gele­gen, sogar helfen kann.

NB. Wenn nun ein Mensch von einem wütenden Thier eine gro|e Wunde gebissen bekommen, so muß man nachstehende Salbe zu recht ma­chen, und ihm solches, wann vorhero allemal die Wunde mit eimmEich- ipdngen aufgekrazt und mit dem vorgeschriebenen Trank wohl gewaschen, von solcher Salbe ein Pflaster machen, und auf solche Wunde legen.

Rezept?.

Nim Bolus gestoßen, thue darzu warmen Baumöl menge durch- , einander, und mache davon eine Salbe, und lege es auf Oie Wunde.

> - Aver-