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nicht- wider die Undankbarkeit sagen. Jeder weis, daß sie so hassens- würdig als die Erkanntlichkeit liebenswürdig ist, und daß Undankbare allemal für Lenke ohne Ehre gehalten werdens
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Der Hauptgrund aller Streitigkeiten muß allemal die Rennte mß der Wahrheit seyn; Man mag sie entweder selbst suchen, oder am dern beybringen wollen, wenn sie schon gefunden ist. Eine streitige Wahrheit ist entweder an sich selbst gleichgültig, oder sie ist den Neigungen her# Migen zuwider, mit denen man sich unterhalt, oder sie ist wohl gar ihren Vorurkheilen entgegen. Ist die Wahrheit gleichgültig, wozu soll das heftige Streiten? und warum will man sich so unnütz erhitzen , um sie dem .Verstand eines andern aufzudringen? Ist hier nicht eine vernünftige Höflichkeit besser, als wenn man durch einen Widerstand misfallt, der nicht den geringsten Nutzen hat. Ist die Wahrheit, die man andern beyzubn'n- gen sucht, ihren Neigungen entgegen, so muß man ihnen dieselbe liebenswürdig zu machen suchen, und wenn man dies will, so muß man sanft und gelassen seyn; Streit und Hitze verdirbt alles. Ist endlich die Wahrheit ihren Vorurtheilen entgegen, so muß man ja nicht ihre Meinung mit Verachtung verwerfen, oder sie selbst lächerlich zu machen, oder mit einer hohen und entscheidenden Mine reden: alles dies empört die Köpfe, und hindert sie, ihre Vernunft zu brauchen. Man muß vlelmehr diese Vorur- kheile geschickt angreifen, durch wichtige Gründe ihre Schwache zeigen und dann ohne Leidenschaft mit aller Bescheidenheit die entgegengesetzte Wahrheit vortragen. So verfahren diejenigen welche zu leben wissen , und den Geist und das Herz des Menschen kennen und nur auf diese Weise sind gekehrte Streitigkeiten nützlich und angenehm. Findt man eigensinnige Leute, die entweder mürrisch oder aufgebracht werden; so ist es unnütz mit ihnen zu streiten, denn dies erbittert sie mir noch mehr. Dann muß man sich begnügen, daß man die Wahrheit kennt, und diejenigen beklagen, welche ihre Augen dem Licht derselben verschließen.
4.
1 - Wer erdenklich in seiner Aufführung seyn, und den Regeln des Wohlstandes gemas leben will; muß jeden nach seinem Stande und nach feinem Charakter behandeln, Und dies allemal auf eine anständige Art. Er muß Achtung gegen seine «Obern, Gehorsam gegen seinen Herrn , Höflichkeit
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