Einzelbild herunterladen

404

Wochenblatt.

Der Lord öfnete selbiges mit der grösten Begierde, und erstaunt» mcht wenig, als er alle diese Papiere darin fand, wodurch ihm und seiner ganzen Familie so wichtige Dienste geleistet werden könnten. Krosmü- thiger Greis, rief er voller Entzückung auS, ich finde mein Glück und den Beweis von den Gerechtsamen meiner Voreltern wieder Wem bin ich die­ses Glück schuldig? Entdecken Sie sich mir; ich bitte Sie "O mein Sohn! versetzt der Alte, indem er die Arme nach ihm ausstreckte, komm und umarme deinen Aeltervater!,, Meinen Aeltervater? unterbrach ihn der kord. " Ja, rief der Greis, und dieThrÄnen rollten ihm über die Wan­gen, du stammest von meinem Blut ab. 'Höre mein Sohn , denn viel­leicht find die- meine letzten Worte, höre was ich dir zu sagen habe und zittere. Du kennest die Ausschweifungen oder vielmehr die Verbrechen un­serer Nation. Ganz England verdammte Carln I. unfern rechtmäßigen Kö­nig und Herrn; du weißt, daß er sein Leben auf dem Schafot verloren hat< und daß ein maskirter Mensch ihm den Kopf abschlug , dessen Na­men noch bis diese Stunde unbekannt ist.,, Kennen Sie diesen Verra- rher? fiel ihm der Lord in die Rede.-Ob ich ihn kenne? antwortete der Greiss und fieng immer heftiger an zu weinen. Ach ich kenne ihn nur all­zu gut! Und auch du solst ihn kennen, mein Sohn. Du solst ihn kennen und verabscheuen. Dieses Ungeheuer, dieser abscheuliche Mensch, der alle Manern, die dst Rache nur erfinden kan, verdienet hat. Ach ! mein Sohn, der bin ich!,, Der sind Sie, schrie der Lord , und sprang ganz erschrocken vom Stuhl auf.Ja ich bin es, der seine Hände mit dem Blut seines Königes besudelt hat. Die Rache vermochte mich zu dieser grausamen That. ES ist wahr, der König hatte mich beleidiget; er hat mir Gewalt gethan, und was noch weit empfindlicher für mich war, der Äus­serste Verdruß den er mir nur erregen konnte, er hatte meine Tochter ver­führt. Ich war ganz wüthcnd über diese Gewalttbätigkeit. Ich opferte meiner Rache den Staat, meine Pflichten und alles Gefühl der Mensch­lichkeit auf. Ich schlug mich ganz zu der Parthey des Cromwel; Ich bahnte ihm den Weg zum Thron, und zur Dankbarkeit, bat ich mir die einzige Belohnung von ihm aus, daß Carl von meinen Händen sterben möchte. Cromwel verwiüigte mir alles, und was meine Rache noch süs­ser machte, war dieses, daß Carl es wußte, daß ich es sey, von dem er den tüdtlichen Strich empfangen werde. Ich war sein Henker. - Seit diesem unglücklichen Augenblick zernaget die Reue gleich den Furien meine ganze Seele. Ich hatte keine Ruhe mehr in England. Ich schwärmte r r L ' übet