Ausgabe 
17.10.1775
 
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SZ4 < Mochenblaee.

beständig bad Wort. Er redete von nichts als Staatssachen, geheimen Entwürfen, und Allianzen großer Herren. Sein Ausdruck war gebiete­risch, und seine Reden erweckten bey den mehresten eine ehrerbietige Be­wunderung. Uno wie konnnte es anders seyn, da er von Dingen redete, Vie andern Menschen unerforschlich sind?

Es gefiel ihm eine Pause zu machen. Darauf bezeugten viele ein hef­tiges Verlangen die Zeitungen zu lesen- Ich wünschte es gleichfalls, weil ich sehr neugierig bin. Man klagte darüber, daß die Zeitungen jetzt so mager an wichtigen Neuigkeiten waren, weil kein Krieg, sondern allent­halben Friede sey. Es ward daher von einigen ein baldiger Friedensbruch gewünschet, damit man etwas von blutigen Schlachten, Eroberung und Verwüstung der Städte und Länder zu lesen bekäme. Vorerwchnter Statist schwieg hiezu zwar still; aber er lächelte doch auf eine gewisse Art, daraus man etwas schließen und weiter nachdenken sollte. Die Zeikungsa wurden gebracht. Neun Personen sonderten sich von der übrigen Gesell­schaft ab, und setzten sich um und neben ihn. Und nun wafnete er sich mit einer politischkritischen Mine.

Die Neubsgrerde hatte auch mich herbey gelocket, weil ich erwas mehr, als bloße Berichte von Begebenheiten vermukhete. Einer, den ich Ana- gnoftes nennen will, las einen Artikel von Algier, darinn berichtet ward, daß vier dasige Kaper zwey spamsche und drey neapolitanische Fahr­zeuge erobert, und die darauf befindliche Mannschaft zu Sklaven gemacht hatten. Em junger Herr, dessen reich mit Gold besetzte Kleidung ihm stlbst zur beständigen Augenwewe dienete, sagte ganz zornig: Parbleu! eS ist doch unerhört, daß diese Canaillen ihren Frevel so ungestraft treiben. Denn es wäre ja ein geringes , dieselben auözurolten. Die Schweitzer könnten es alleine mit ihrer Flotte, ohne Beyhülfe anderer Mächte auS- richten. Als ihm nun jemand einwandte : Die Schweitzer harten keine Flotte, antwortete er: He Bien! so können sie ohne Gefahr des Schiff­bruchs zu Lande dahin marchiren, und die Unternehmung wird ihnen von der Landseite besser gelingen, als dem Kaiser Carolus Magnus das Bombardement von der Meerseite. Alle sahen hierauf, begierig den großen Politikus an. Er billigte die letzte Meynung mit völlig ent­scheidenden Tom

Herr