tt wdchenblare.
Die- ist einer von den vielen Haupmchümern, denen gleichsam alle Menschen miteinander anhangen. Jedes Alter, jeder Stand hat gewisse kieblingswünsche. Man findet fein Vergnügen an Entwürfen, deren Un- Wahrscheinlichkeit man einsieht, und denen man nachhängt, ohne sie zu prüfen. Was man sehnlich wünschet, host man mit der Zeit sehr leicht erhalten zu können. Derjenige welche die Unmäßigkeit Krankheiten zugezogen hat, erwartet, indem seine Kräfte im Frühling abnehme.., Erquickung und Stärke von der erwärmenden Sonne des Sommers; und indem sie in diesem gleichsam verschwinden, hoffet er Hülfe vom kältern Winter. Derjenige, der an Schönheiten und Freuden dieses Lebens sein Auge weidet, und dem seine dürftigen Umstände es verbieten sich dieselben zu verschaffen, oder Theil daran zu nehmen, tröstet sich damit, daß die Zeit seines Elendes bald verflossen seye und ihn jeder Tag seinem glücklichem Zustand näher bringen werde. Er hat zwar die Zeit, welche ihm zur Verbesserung seiner Umstände bestimmt war, ohne sich um sein Glück zu bemühen, oder mit Entwerfung von Planen, die nicht vollzogen werden können, und mit der Betrachtung von Aussichten zugebracht, denen» sich nicht nähern kann.
Dies ist der allgemeine Traum, lin welchem wir alle unsere Zeit hinschlummern. Jeder erwartet die Ankunft des Tages, an dem alle seine Wünsche in Erfüllung gehen, da ihm alle nachstehen werden, die sich jezt noch gleich ihm an der Hofnung glücklicher Zeiten ergötzen. Der Sklave erwartet mit Sehnsucht die Stunde, da er frei) und mächtig, der Niedrige, da er geehrt, und der Häßliche da er schön zu werden host.
Sollte jemand die Welt, die ihn umgiebt so unaufmerksam betrachtet haben, daß er glauben könnte, diese Vorikellung überschreite die Grenzen der Wahrscheinlichkeit, der mag sein eigen Leden ein wenig untersuchen. Er betrachte die Hofnungen und Aussichten, die er schon seit einigen Jahren hatte; er betrachtete seine Meynuny von der Glückseligkeit, die ihm während derselben zuwachsen sollte. Diese Jahre sind nunmehr verflossen Haben sie die Erwartungen befriediget, die er von ihnen hegte? Hat sich sein Vermögen verm btt? ist seine Gelehrsamkeit größer geworden ? oder hat er sich in seinem Verhalten gebessert? Ich glaube, daß jeder, der sich wieder an seine Hofnungen erinnert, sein Mißvergnügen bekennen, und sagen Muß, daß ein Tag nach dem andern unbenuzt entflohen, und daß er immer gleich weit von dem Ziel seiner Wünsche entfernt bleibe.
WaS


