.14 Wochenblatt.
vernünftig ist, wird sich nicht sowol b-str-ben alle einzelnen Umstände von Himmel und Hülle zu erforschen, al« vielmehr darnach trachten, so tu - leben, damit er nicht erst zweifeln darf, ob er sich den glücklichen Zustand nach dem Tove, den wir Himmel nennen, versprechen dürfe.
2ln den Ritter * * *
M ein Herr/
Ich muß mich bei Ihnen über ein- üble Gewohnheit beklagen , welche beim heirachen «ingerissen, und vero Bestrafung verdient, ^d) meine ten ausserordentlichen Pracht, den man beim Anfang der Ehen treibet Mir hat diese« niemals gefallen, itzo aber bin ich recht bekümmert darüber', weil ich mich künftige Woche mit der Tochter meines Nachbarn verbeira. khen will. Sie besitzet nur miktelmäsige Mittel, und doch muß ich -u mei. - im Verdruss- sehen, daß man die grüsten Unkosten auswendek. Man taust Kleider, Juwelen und Kopfzeuge, die sich wohl süreine adeliche La- me , aber nicht für eme Bürgeröfrau schicken. Ich selbst bin getwunaen mir em kostbares Brautgamskleib und eine reich besetzte seidene Weste amu- schaffen. Ein so prächtiger Auszug setzet einem Frauenzimmer, so bald sie in vm Ehestand tritt, viele Thorheum in den Kopf. Sie sinnet nachher auf nichts, als wie sie in ter Welt Staat machen will, an statt daß sie auf Mittel denken feite, in der Welt ehrlich fortzukommen. Wann sie ;™n£err! übet diese rhürichte Gewohnheit, da man beim Anfang d r Ehe so viel Staat und soviel Kosten macht, dero Gedanken erüfnen welken, wurden sie der menschlichen Gesellschaft einen großen Dienst leisten, und mir «ne befand« Gefälligkeit erweisen, Ich bin. 1 '
Nachrichten.
^N^Eewegung und uneigennützigerAbsichk hat sich eine Gesellschaft entschlossen eine auserlesene Sammlung predigten über die fv.°*Co?1k<’a Eklaubenswahrheiten aus den besten Schriftstellern für christliche L-ser in Quarto zu veranstalten. Sie soll aufPränumera, kion


