Wochenblatt»
401
Sie die gute Meynung, die man von Ihnen gefaßt hat , nicht selbst zu Schanden. Wenn Sie diesen Tag wieder vorbei) gehen lassen, so wirb es Ihre eigene Schuld fevn, wenn Sie nicht glücklich sind."
Der Lord war über diese-trotzige Einladung gewissermaßen entrüstet, und beschloß sich an dem bestimmten Ork einzufinden , wenn es auch nur bloß wäre, um diejenige Person zu sehen, die sich unterstanden mit so vieler Dreistigkeit an ihn zu schreiben. Als er des Abends um die gefttzte Zeit ohne Bedienten dort ankam, fand er an dem bezeichneten Platz einen schmalen Gang der ihn zu einer Treppe führte. Er stieg biS in das fünfte Stockwerk hinauf, wo er endlich eine Thüre fand. ’ Der Ork, der einerWoh- nung eines Bettlers ähnlich sähe, schien zu einer Liebesbegebenheit, für einen Mann von seinem Range gar nicht bequem zu fevn, und es entstand endlich einige Furcht in ihm, man möchte andere Anschläge auf seine Person gemacht haben. Er faßte indessen ein Herz und klopfte an die Thür. Wer ist da, rief ihm eine unbekannte stimme zu? „Es ist der Lord *** antwortete er. „ Nun gut, erwiederte die Stimme, er kann hereinkommen. "
Als der Lord die Thür geöfnet hatte, befand er sich in einer dunkeln Kammer, die durch eine Lampe nur ein wenig erleuchtet wurde. Er gieng weikcr vorwärts und griff zu gleicher Zeit an seinen Degen. „ Sie fürchten sich Mylord, rief man ihm aus einem Bette, das an dern andern Ende der Kammer stand, zu " Im geringsten nicht, versetzte der Lord, und näherte sich dem Bette, worinn er einen ehrwürdigen Greis liegen sähe, dessen schneeweißer Bart ihm über die Brust heradhieng, und der kaum noch eine menschliche Gestalt hatte. „Mylord redete ihn der Greis an , es ist mir ein wahres Vergnügen Sie zu sehen. Ich bin gegen den Ruhm, den Sie sich erworben, nicht gleichgültig. Setzen Sie sich, und fürchten S>e nichts von einem hundert und fünf und zwanzig jährigen Mann."
(Die Fortsetzung folgt.)
Diejenige Freunde die hinführo dem gnädigst angeordneten französischen Gottesdienst beyzuwohnen qewillet sind, und sich das hierzu gewählte französische Gesangbuch anschaffen wollen, können in dem Kriegerischen Buchladen vonÄaro biß Ende des Jahres darauf subscribiren.
Elttr-


