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Giesser Wochtnh laft

Acht und Zwanzigstes Stück.

Dienstags den u, Julii i77f»

Mit Hochfürstl. Hessen L^rmstgptischcr gnädigster Erlaubniß-

Mtangel einer guten Haushaltung stürzt einzelne persbs Js ) neu, ganze Geschlechter und Königreiche ins Verderben. Ei» c^/ VolO, das sich selbst der Wollust und dem Müßiggänge ergiebt, das feine Handarbeiten (Manufacturen) versäumt oder liegen laßt, das sich den Ueberfluß andrer Reiche Mit großen Kosten anschaft; muß rwthwendig untergehen; und einzelne Personen, die mehr ausgeben, alSsir einnehmcn, (es sey viel ober wenig) können unmöglich ein anders, alseben dieses Schicksal, erwarten. Dies gestehet jedermann. Und dock ist dir - Unempfindlichkeit / die Unbedachtsamkeit, der tumme Stolz, sich über seinen Stand und Güter zu erheben, so groß und so gemein, daß man allenchalben eine große Menge in Armurh und Rümmer siege» sichet, die, wenn sie nur selbst gewolt, in Ruhe und Ueberfluß leben -önten. Es sind wenige, die nicht glücklich seyn würben, wenn sie mit dem, dessen sie nach ihrem Stande bedürfen, zufrieden seyn weiten, ohne nach Dingen zu streben, Die entweder ganz unnütz sind, oder doch zu ihre» Umständen sich gar nicht schicken. Mein die Menschen suchen die Glücke seligkeit itzo nicht mehr in ihrer eignen Brust, worin sie doch aüein zu finden ist; sondern in der Meinung andrer Leute, und in den Eitel­keiten der Welt. Und dieser Irrthum ist die wahre Ursack, daß so viel sonst blühende Gelchleckter in Abnahme gerathen. Er ist es, der die Men­gen zu tausend ungereimtenDingen verleitet r Er ist es, der so vielen die

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