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' Wochenblatt. 17

Dr'eS frey und tolle Aftsrkind

Mar unverschämt, voll Schein und Wind, Uno doch beliebter,^ als manS meinte.

So unverschämt sie greichwol log,

So sehr sie jedermann betrog, So hatte sie doch viele Freunde.

Ihr Putz war nach der Mode Brauch, Und eben drum gefiel sie auch, Gleich einem buhlerischen Weibe.

Und darum zog sie mancher Thor, So machtS Die Welt der Wahrheit vor, Uno hörte sie zum Zeitvertreibe.

Die Wahrheit siehts, und sinnt der Schmach, Und auch zugleich den Mitteln nach, Sich mit der Feindinn auszusöhnen.

Sie khuts, und geht den Anschlag ein, Um fre» und unbekannt zu feyn, Der Fabel Aufputz zu entlehnen.

Und seht, wie sehr sie glüklich ist! Ein neues Beyspiel von der List Der klugen und verschmizten Frauen. Sie geht zurück und jedermann Sieht sie für jene Fabel an, Und weigert sich nicht ihr zu trauen.

Seit jener Zeit, als dies geschehn, Last sich die Wahrheit wieder sehn. Und jedermann ist ihr gewogen. Sie straft, wie vor, sie tadelt, schilt, Doch alles mit der Fabel Bild;

So, Menschen; wird die Welt betrogen!

Aver-