Wochenblatt. ro-
und Frau die Herrschaft über das Hauswesen , in China ist das Frauenzimmer in einen besonbern Theil des Hauses eingeschloßen, welches auch bey Den meisten nötigen Morgenländern statt hat.
Im Umgang herrschten ehmals Steifigkeit, Ceremoniell und Com- plimenten; allein jetzt hat sich die Freiheit in Gesellschaften wieder eingesnn- Ven, man lebt jetzc auf Französischen und Englischen und nicht wehr auf Spanischen Fuß.
Die Art des Begrabmßes ist unter den Völkern sehr verschieden. Einige begraben ihre Tobten, andere verbrennen sie , noch andere, die am Meer wohnen , werfen sie ins Wasser. Die Alten begruben ihre Todten in die Garten, und an die Landstraßen, wir in besondere dazu bestimmte Platze. Der ebmalige am Meer wohnende Egvpter warf sie hinein, Da* hwaeaen der im Land wohnende sie einbaisarmrte und Jahrtausende erhielt.
In der wichtigsten Sache, in der Verehrung des höchsten Wesens, das sich doch allenthalben durch die Natur geoffenbart hatte, herrschen un- ter den Menschen ebenfalls sehr verschiedene Gesinnungen. Doch hiervon auf ein andermahl. .
Eine Anekdote.
Der Abt Coyer in feinem Briefe an Dr. Maky über die Patagonier (London ,767. erzählt: — Auf meiner Reise durch Italien , traf ich Den Admiral Harreson zu Genua an , welcher mich bat fein Geschwader zu besehen. Das Schiff welches et anführte, war der merkwürdige Ccntu- rion , welcher unter Anson um die Welt gesegelt ist , und die Spanier so sehr in eLchrecken gesetzt hat Während unserer Unterredung in Der Kroßen Cajüte, traten zween Schsskjungen Herrin , Die mit Schweiß und Theer bedeckt-waren. Sie begrüßten den Admiral mit vertraulicher Mixe, und einer Art von Familiarität. Was sind das für Jungen? fragte ich. — Einer, versetzte der Admiral, ist ein Neveu des Admirals Hervey und Lords Bristol, der andere ist mein Sobn. Was haben fit Denn für einen Rang? fragte ich weiter. — Sir sind Mattosenjungen und
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