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brrngett. Aberwas ist dies Wunder? Die meisten Menschen schätzen die Sachen nicht nach den Aortheilen, die der Geist und das Gemülh empfindet, sondern nach denen, welche Wollust , Ehrsucht und Geitz sättigen; Leute, die keine andre Dinge für wahre Güter halten, als die man aüfei- nem Tisch ausbreiter, die man zählet, wieget und in einen Kasten verschließet. Jenes bleibt denn zwar eine große Unmenschstchkeirr aber sie ist begreiflich und nicht wunderbar. D.
Ein Mensch mag reich, schön und in allen Stücken vortreflich seyn. Man wird es ihm hingehen lassen, wenn er nur nicht schreibt. Ergreift er aber die Feder, so ist kein Narr, der sich einbilvet, daß er es besser als jener machen würde, wenn er sich nur die Mühe nehmen wollte. D.
Leute, die andrer Ruhm beneiden, legen sich insgemein aufs Tadeln, vergrößern die Fehler derselben, und wollen sie auf die Art erniedrigen. Der Kunstgriff aber ist schlecht und krüglich. Man unterrichtet sie dadurch, und warnet sie, desto fürsichciger zu-jmu. Die Bosheit des Neides kennet, den Menschen nicht recht; sonst würde er auf das Gegenthcil fallen. Keine Nachstellungen sind so gefährlich, als die Lobeserhebungen. Das Lob macht oft auS dem beßken Menschen einen Narren; und eS ist ein großes Gluck, wenn ein geschickter Geist, den jedermann lobet, nicht über Vit Schmeichelten in Ausschweifung verfällt. | D.
O daß man doch nicht immer diejenigen für bescheiden und billig hakten möchte, die bey allen Gelegenheiten großer Leute Verdienste preisen. Dies geschiehet gar zu oft auö Stolz und Eitelkeit. Sie wollen bewundert werden, daß sie genaue Kenner großer Verdienste sind. 3»
Ein Kaufmann verkauft; was er hat; warum soll ein Gelehrternicht verkaufen, was er weiß? Immerhin. Nur fehlet noch in Der Republick der Gelehrten und Schriftsteller ein Kauf-und Handels i Recht. Die Astergelehrten schachern und trödeln mit gestohlner, verbotener und ver<- dorbener


