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versichern: so berichten wir, daß, da es nur darauf aukömmt, das allzudicke Ansäen , und das Ersticken zu verhindern, man auf mittelmäßigen Boden ,4 der sonsten in gewöhnlich gutem Baue erhalten wird, ohne Gefahr etwas mehr als die Hälfte der gewöhnlichen Aussaat werfen, ja auch dieselbe in sandigtem, fteinigtern , magern ausgetrocknetem, erschöpftem und dürrem Boden noch verstärken könne. Auf fettes und gutes Erdreist) hingegen wäre es gefährlich , mehr als die Hälfte der ordentlichen Aussaat zu gebrauchen. Weil wir auf einer Seite nichts anders suchen, als der Erstickung vorzukommen; und auf der andern den doppelten Product versprechen : so ist ge­wiß , daß, je mehr man ohne zu ersticken ansäen kann, um desto mehr der Vortheil steige, wel­cher aus der doppelten Vermehrung, vermittelst des Pulvers entsteht.

Wenn wir endlich betrachten, daß man die drey Haupt - Elasten des Erdreichs , als gutes , mittelmäßiges und schlechtes, noch in viele Untergattungen ein'theilen kann: so glauben wir am besten zu thun, die Anwendung in dieser Absicht, der Erfahrung und den Einsichten eines jeden Ackermannes zu überlasten, welcher die Natur seines Bodens und eines jeden Ackers insbesondere am besten kennt, und also auch die allgemeinen Regeln, die wir zu seinem desto größer« Nutzen i» Ansehung des doppelten Products gegeben haben, sehr wohl wird anzuwenden wissen.

2. Der Saame, welcher mit diesen Pulvern zubereitet ist , giebt weit rnehr Stroh, als der so ohne Zubereitung gesäet wird. Man hat schon zum öfter» gesehen, daß aus einem einzigen Saamenkorne ein Gebüsch von 20 bis 60 ungemein hohen und starken Srohhalmen entsprossen ist.

3. Endlich ist die Frucht, welche von derjenigen herkommt, so mit unserm Pulver ist zubereitet worden, weit gesunder, stärker, und zum Aufheben tauglicher, als die, welche ohne diese Zube­reitung wächst. Uebrigens ist dieselbe, wenn sie noch auf dem Stocke steht, dem Umfallen und ttuderm Unglücke weniger ausgesetzt : weilen die Strohhalmen viel stärker sind, und also dem Winde und Wetter, so sie brechen könnten, besser widerstehen.

Das Pulver bringt diese vortrefflichen Wirkungen in allen Himmelsgegenden, in allen Landern, und in jedem Grunde ohne Ausnahme hervor. Man hat Erfahrungen , daß mit Hülfe desselben, der Weizen, oder anderes Getreide in überaus magern und sündigten Böden, die man für untaug­lich angesehen, und die bis dahin vielleicht auch ganz unfruchtbar gewesen waren, wohl gerathen sind. Es wirkt auch auf alle Sorten von Früchten ohne Ausnahme; und ohne daß eine Gattung ausarte, noch die geringste Abänderung, weder in seiner nährenden Kraft in Ansehung des Men­schen und des Viehs: noch in dem Wesentlichen oder der Stärke des Keimes, zu befürchten habe. Um aber alle falsche Begriffe zu verhüten, muß man folgendes beobachten.

i. Daß dieses Pulver für verschiedene Länder wenigstens fruchtlos, und daher mit Recht für eine Art von Quacksalberet) geaalten werden könnte, wenn man sich nicht angelegen seyn ließe, die benöthigte Dosen für jede Himmelsgegend, für jedes Erdreich, für jede Art von Früchten und Saamen zu unterscheiden. Man wird sich bemühen, in nachstehender Unterweisung die practi chen Erläuterungeu über diesen Unterschied zu geben.

2. Daß die Wirkungen dieses Pulvers jederzeit verhältnißmäßig, und auf die Umstände beziehend sind; das heißt: daß der Vortheil, den man sich davon versprechen kann, von der Natur der Ge­gend, des Bodens, und dem guten oder schlechten Baue abhänge: woraus denn folgt, daß der daraus entspringende Nutzen auf einem guten Boden, -üel beträchtlicher seyn wird, als auf einem schlechten; und ein wohl gedüngtes Feld selbigem zuträglicher sey, als ein ungcbautes und ungc- düngtes.

3. Daß es nützlich' und vorheilhaft seye, sich dieses Geheimnisses sowohl in außerordentlich nassen, trockenen, oder unfruchtbaren , als auch in gemäßigten und ordentlichenJahrgängen zu bedienem Denn obgleich die Wirkungen unsers Pulvers der Gewalt^ eines unversehenen Zufalls, wie alle andere erschaffene Dinge nicht widerstehen können : so beschützet es doch einigermassen den Alckermann von diesen verschiedenen Plagen ; erstens; indem es ihn in den Stand setzet, die Hälfte oder doch wenigstens einen Theil der Säefrucht zu ersparen; und zweytens: weil es ihm allemal eine reichere Ernde verschafft, als er ohne den Gebrauch des Pulvers in diesen unglücklichen Jahr­gängen würde gehabt haben.

4. Daß man niemalen Früchte oder Saamen, welche schon auf dem Felde oder in der Scheure gekeimet, oder schwarze Flecken hauptsächlich an der Spitze haben , zur Säefrucht nehmen soll: weilen das Pulver, da sie keine Wachsthumskraft mehr haben, ihnen solche nicht wieder geben kann. Es hat zwar die Eigenschaft die Keime zu reizen und zu begünstigen: aber es kann ihnen das nicht geben, was sie nicht, haben.