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Wochenblatt

den zuruckkommenden Pllgrimmen diejenigen Erfrischunge, die ihnen von ihren Verwandten und Freunden zugeschickt werden, entgegen zu bringen. Er trift sie ohngesahr auf dem halben Wege an , und begleitet sie zurück nach Larro/ wo fie mit Jauchzen und Freudengeschrei von ihren Bekand- len empfangen werden. Man kann leicht erachten, daß eine so große Menge Volks, diel jedes mal die Wallfahrt thut, nur langsam wandert, und daß diese Reise wegen der vielen auf einem so weiten Wege unvermeid­lichen Hmdermffe sehr verzögert wird. Sie ist auch sehr beschwerlich, weil man unterweges weniges und schlechtes Wasser findet, und in den dürren und wüsten Gegenden keine andere Erfrischungen hat, als die man sich selbst mitnimmt; und endlich weil man oft den heißen und erstickenden Winden ausgesetzt ist. Daher ist es kein Wunder / daß viele Menschen und Ka- meele auf der Reffe sterben.

Die Stadt Mccca liegt im glücklichen Arabien/ sieben und drei­ßig Tagereisen von Cairo / und eine Tagereise vom rochen Meere. Sie hat einen Hafen, Grdde genannt, welcher eine Mine Stadt mit zweien Schlössern auömachet, in deren einem die Türken ein Grab zeigen , wel­ches sie für das Grab der Eva ausgeben. Die Liaabe oder das Got­teshaus, welches mitten in der Stadt stehst, ist nach ihrer Meinungvom Abraham erbauet worden, und der schwarze Stein an der Thüre dieses Hauses, soll ihm zu einem Gerüste gedimet haben. Die Thüre ist ganz von Silbcr, und hat zwei Flügel.

Medina liegt zehn Tagereisen von Mecca / und etwa drei Tage­reisen vom rothcn Meer. Sie ist nur halb so groß , wie Mecca > hat aber eine große Vorstadt. Mitten in der Stadt ist die Moschee, worum Mahomet begraben liegt. Das Grab ist in einem runden Gebäude, wel­ches mit einer Cuppel bedeckt, und rund um mit einer Gallerie versehen ist, in dessen Mauer verschiedene silberne Gitterfenster befindlich sind. Inwen­dig ist dieses Gebäude mit den prächtigsten Steinenund vielen andern Kost­barkeiten ausgeschmücket, worunter vornemlich zwei Diamanten von außer­ordentlich großem Werths zu sehen sind. Diejenigen, welche dieses Grab gesehen haben, versichern, daß der Sarg auf der Erde stehe; daß aber die meisten Türken so wunderliche Begriffe davon haben, rührt daher, weil Vie wenigsten Pilgrimme es zu sehen bekommen, indem zur Zeit der Wall­fahrt, der Zulauf der Menschen zu groß ist. Wenn aber diese Fremd­linge