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Wochenbett.

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mal vor ihren Feinden geflohen war , welche im Begriff stund, sich aus Gnade und Ungnade demUeberwinder zzr ergeben, jenen kriegrischen Much wieder einzuflößen, der nöthig war, eine geringe Anzahl aus der Schlacht entronnener Flüchtlinge zu Ueberwinderu eines Heeres zu machen, das des Sieges gewohnt war, dieses war gewiß ein Unternehmen , welches einen fast eben so großen Geist erforderte, als die Bezwingung Asiens, des­sen Bewohner sich in dem Schooße der Wollust entlarvten. Und dieses thatder Dichter, dem die Macht seiner Lieder bekannt war. Wir haben Aerzte gehabt, die durch die Starke der Tonkunst Krankheiten vertrieben. Thales von Milet curirke die Pest, indem er auf der Citter spielte. Em- pedokles fieng an zu singen, um einen jungen rasenden Menschen zu be­sänftigen. Asktepiades und Xenokrares heilsten nicht feiten mit den Tönen der Musik. Und wem ist das Beyspiel SaulS aus den heiligen Schriften unbekannt, von dem derböseGeist *) wich, wenn Davids Har­fe erklangt Den Unsinnigen, welcher keinen Schöpfer glaubt, überzeugt fein Gehör, wenn der Donner in finstern Gewittern einherrollt. Ja, was noch mehr, selbst die Religion hat sich der Sinnen als den sichersten Ein­gang in das Herz nicht unglücklich zu bedienen gewußt. Die ernste, vol­le, majestätische Harmonie eines Kirchenstücks von Graun oder Bach erregt die schläfernde Andacht geschwinder und gewisser, als eine langwei­lige und leere Predigt. Selbst der simple Choral flößt dem Zuhörer eine Art von Ehrfurcht ein, welche ihm zu dem folgenden aufmerksam und ge­schickter macht Diesen Vorzug allgemeiner Gesänge, welchen wir von -der römisch-katholischen Kirche haben, hat diese mit dem besten Erfolge

Durch die Menge ehrwürdiger Gemahlde zu ersetzen gewußt, eine Erfin­dung, welche sie von denen ältesten Völkern entlehnt hat. Griechenland und Rom bedienten sich derselben, die Ehrfurcht gegen die Götter zu er­wecken und zu erhalten , und ihr haben wir ohne Zweifel großen Theils je­ne prächtigen Denkmäler der Kunst zu danken, welche auf unsre Zeiten ge­kommen sind. Die Eindrücke, welche ein zorniger Jupiter, eine ernäh­rende Ceres , und überhaupt jene große Anzahl von den Bildern der Gott­heiten , unter welchen man die erhaltenden Kräfte der Natur, die man- nichfaltigen Vollkommenheiten des höchsten- Geistes, und die Tugendendes geselligen Lebens personificirte, auf eine aufmerksame Versammlung mach­ten, konnten nicht anders als durchdringender und überzeugender seyn,als ' " die

*) Ob man unter diesem Ausdrucke ver Schrift eine Melancholie verstehen müs­se,, oder nicht,, dieses überlassen wir der Entscheidung dec Gotteögelehrten.