@ reffet Wocheiiklakl.
Achtes Stück.
DLettffags bett rr. Februar. i?74»
Mit Hochfürstl. Hessen Larmstädttscher gnädigster Erlaubniß.
Fortsetzung der Beeracheungett über die UnvE-m, meuheiteu der blsherrgen Aeßthetick.
/^ocb würde man noch unendlich mehr zu der Vollkommenheit der ) Aeßthetick beytragen, wenn Leute, welche eine oder die andere schö- ne Kunst verstehen, in Rücksicht auf die Aeßthetick arbeiten und also einen Schritt näher wagen wollten. Man müßte die bisherige Aeßthe- rick gantz genau kennen , und sie so gut stuvirt haben , als möglich ist. Hernach nähme man eine einzelne schöne Kunst, in der man l ohnehin hinlänglich bewandert wäre, vor sich, arbeitete sie gantz durch , und bemerkte bey einem jeden Begriff und bey einer jeden Regel, in wiefern dieselbige in der bisherigen Aeßthetick entweder enthalten oder übergangen worden , in wie weit eine gewisse allgemeine Regel statt fände, und durch die Regeln der besondern Kunst, welche man vor sich hat, besiättigt und erleutert, oder allenfalls eingeschranckt würde. Auf diese Art würde wan nach und nach das mangelhafte in der Aeßthetick ergäntzen, das Fehlende ersetzen, manches bestimmter und fruchtbarer machen, und vielleicht eben so vielaus- mertzen. Fänden sich hernach noch Leute, welche etwa zwey schöne Künste, wie Du Bos oder Leßing entweder ohne, oder noch besser mit Rücksicht auf die Aeßthetick unter einander vergleichen wollten, so würde dieses zu
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