Ausgabe 
21.6.1774
 
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Fünf und Zwanzigstes Stück-i

Dienstags dm rr. Ium'i 1774»

Mit Hochfürstl. Hesse» Darmstädtrscher gnädigster Erlaubniß.

Ueber das Lrrdische Vergnügen, Eine Erzählung.!

^ie meisten ÄnglückSfälle dis Lebens, wie man sie nennet, ssnd nickk \$ ) so oft dem Mangel Der Sorgfalt, als Der alljugeoben Bekum»,er, niß zuzuschreiben, womit man dasjenige zu erlangen suchet , was schon die Narur für uns bewirken würde , wenn wir uns nur begnügen wollten ihren Vorschriften zu folgen. Die Thiere, weiche durch et tun in* nerlichen Antrieb, den man Instinkt nennet, gefuhret werden, irren |id) Cemals in ihrem Bestreben nach demjenigen, was ihnen gut und heilsam ist; nut der Mensch, der sich durch Vernunft ais dem besonder« Merkma­le der Vorsehung von den übrigen Wesen auszeichnet, will sich nlcht rur Glückseligkeit führen lasten, sondern wandert mit vieler Muhe ins Elend und Verderben. Es würbe zwar ungereimt seyn, wenn man sagen wollte, daß em vernünftiges Geschöpf freywillig das Elend erwählte; allem es ge­schieht oft blindlings und ohne Ueberlegung. Alles in dieser Welt rst nach dem Ausspruche des philosophischen Königs Einbildung; da es gbcr m unserer Macht stehet, diese Einbildung zu regieren , so werden wrr mit Recht bestraft, wenn wir dieselbe willkürlich herumirren lassen, oder