Einzelbild herunterladen

wochmblattz,

Lermählt hatte ♦) Denn als er zu Douay durch einen Courier vomMarschall twn Sachseu die Nachricht erhielte, daß die feindliche Armee in vollem Armarsch wäre, so sagte er zu fernem Generaladjutanren und übrigen Os- sicierö: „ Meine Herren, hier ist keine Zeik zu verlieren , ich stehe morgen ,1 um fünf Uhr auf, aber beunruhige mir niemand den Dauphin " Mä­rend der Schlacht hatte er sich zwar an einem sichern Ort poftirt: doch führt Voltaire einige Beispiele seines dabei bewiesenen Heldcnmuths an, die wir ohne Zusatze mittheilen wollen Den Abend zuvor sprach der Kö­rrig von den Schlachten, denen die Könige von Frankreich beigewohnt hat­ten und sagte dabei „ Seit der Bataille von Poitiers itt kein König von „ Frankreich Mlt seinem Sohn bei einer Schlacht gegenwärtig gewesen: und ii keiner von ihnen hat j emals einen volkommenen Sieg über dre Engellän- f, der erhalten , welchen ich zuerst zu erfechten hoffe." Am Tag der Schlacht selbsten erwachte er auch am frühesten und ermunterte darauf seinen Kriegssekretar den Grafen von Argenson. Er und der Dauphin paßirten hierauf die Brücke von Calonne und postirten sich jenseits des Platzes, der den Namen führt, die Gerechtigkeit unsrer lieben Frauen im Holz. Da der König von einer zmückprallenden Kugel mit Koth bespritzt wurde sag­te er : „ Schickt diese Kugel dem Feind wieder zu, ich will keinen Tyeil „ daran haben." Einmal drangen die Engelländer so tief in die franzö­sische Armee ein-, daß der Marschall von Sachsen den König bar, Er möchte sich wieder über die Brücke zurückziehen; doch wurde endlich die Schlacht gewonnen und demnach fiel Tournay, mit allen österreichischen Niederlanden und dem Herzogthum Brabant in französische Hande. Vol­taire blich bei dieser Gelegenheit seine epische .Trompete in einem Gedicht, welches er dem König zuschrieb, unter dem Titel: Die gllorreichste Ba­taille/ welche erfochten worden serv der SchlaMr bei Bouvr- nes. Ludwig gieng auch zu Felde im Jahr 1747 und nach der Schlacht bei Val, worin Sir John Ligonier gefangen wurde, ent­warf er, wie man sagt, mit diesem General den Plan von dem künftigen Frieden, der im Jahr 1748 zu Achen geschloffen wurde.

(Die Fortsetzung folgt.)

Aver-

*) Diese liebenswürdige Prinzessin Waria Theresia starb in den Wo­chen im Jahr 1746 wenig Tage nach ihrem Herrn Vater Philipp II. der Dau­phin vermählte sich nachher mit der Prinzesimn Mana Josepha von polen (die auch schon gestorben ist) von welcher der jetzige König Ludwig XVI, die Grafen von Provence und Artois und zwo Prinzessinnen gebobren wurden« Alle diese Prinzen sind vermählt, haben aber noch keine Nachkommenschaft.