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Lir WocheMatt.

rath treffen könnte. Elvira/ die bey ihrer Anmuth viele Vernunft besaß, bat, die Sache auszuschieben, bis sie erst mehr Erkenntniß von Alonzo erlanget hatte. -Sie sagte ihrer Mutter, daß ngch ihrer Meinung, der Reichthum allein niemanden glücklich machen könne. Die. kluge Lomsa aber wußte diese Gründe gar bald zu widerlege^. Sie.eilke m^t der Ver­mahlung, so sehr sie konnte. Sie überrumple gleichsam ihre Tochter, sind nachdem ihr Alonzo/ lm Full er mit Tode abgehe'n sollte, ein rei* ches Leibgedmg versprochen, mußte sie sich nach wenig Tagen in der größ­ten Eilfertigkeit, obgleich mit großer Pracht, nach Mahnd führen lassen. Nunmehr glaubte Lomja/ das sie erst recht voükommen..giücklich wäre: Nur das einzige schien ihr noch zu fehlen , daß Iacmeha noch nicht ver­sorget war».

Nicht lange nachher ward Don Carlos / schweiß nicht, durch was vor einen Zufall, in. diesem Hause bekannt. Er war ein junger Herr, von vorkrefiichen Gemüthsgaben, seine Einkünfte aber waren nicht einmal mit­telmäßig, und reichten lange nicht an die Güter der IacINtHa. Den­noch ward er jederzeit gütig ausgenommen, und mit der größten Höflichkeit bewirthet. Er brachte viele Stunden bey Iacmrherr / bald mit Spie­len, bald mit einer vernünftigen und tugendhaften Unterredung zu r und hier zeigte, sich eine solche Uebereinstnnmunq ihrer Gemükher, ihrer Art zu denken, und ihrer Neigungen , daß sich unvermerkt etwas mehr, als Freundschaft, in ihren Herzen einschlich. Kurz, sie spürten beyde mit Er­staunen, daß sie einander liebten, ehe sie es selbst gemerkt. Sie betrachte­ten sich einander, als zwey Gemahlde von einer einzigen Person , und glaubten, daß einer nur die Zurückstrahlung des andern wäre. Sie schmei­chelten sich, wenn jemahl zwey Herzen im Himmel gepaart worden, so waren es gewiß die «hrigen: Wo anders die Hand des Schöpfers das Band der Ehen knüpfte, so sey es ohne Zweifel niemand, als Gott, der ihre Verbindung gestiftet.

Louise merkte die Zuneigung ihrer Tochter gegen den Don Carlos. Sie gerieth darüber in Unruhe. Sie bemühete sich, ihre Tochter dem so nahen Verderben zu entreissen. Iacinrha war viel zu ehrerbietig, und liebte ihre Mutter allzuzartlich, als daß sie ihr Kummer erwecken, und wi­der ihren Befehl handeln sollte, und Carlos war viel er edelmütbig, als daß er LouOns gütige Vewirthung auf eine so niederträchtige Are hatte vergelten,