Einzelbild herunterladen

3 2 6 WschLttl-larr.

Kind ein gutes Ansehen, eine vernehmliche Aussprache und überhaupt sehr viele natürliche Eigenschaften eines guten Geistlichen habe. Da er auch öf­ters in seiner Kindheit aus Die Stühle gestiegen , sich eine Schürze umge- hangt und einen Prediger vorgestellt hatte; so konnte es sreylich nicht an­ders seyn: Jgnarus mußte aus einen Prediger studiren.

gu dem Ende sollte er nach** gehen. Man gab ihm verschiedene Empfehlungsschreiben an die dortigen Lehrer mit; und um ihm seine Reise nicht beschwerlicher zu machen (Denn er muste zu Fuße gehen) so wurde er so leicht als möglich dazu ausgerüstet. Ja; weil einige Vater daher Stoff zu weitlaustigen, und, wie sie sagen, nützlichen Ermahnungen und Ver­weisen nehmen können; so will ich ihnen sagen, daß Jgnarus nicht mehr, als einen Rock, einen kleinen Bündel weisser Wasche, ein paar Tücher und $ Rthlr. Geld nach * * brachte. Mit diesem Gerüche erschien er auf der Schule, zeigte sich Den Lehrern, und bewies durch eine Menge von Zeugnissen: daß ihn der Himmel zu einem großen Manne bestimmt habe und daß er deswegen ihrer Vorsorge vorzüglich würdig sey. Einige von diesen erfahrnen Mannern entzifferten aus seiner Stirn viel hohes; seufz- len einen tiefen Seufzer; sahen ihn noch einmal steif an , und entschlossen sich, ihn zu unterstützen.

Aber, sie sprachen nicht bloß:'Gott brrathe euch! Nein! sie erwiesen sich Idatig Hülsteich. Sie erlaubten ihm, auf einer kleinen etwas dun­keln Stube, die mit den unentbehrlichsten Hausgercithe zur Nothdurst versehen war, seine Wohnung aufzuschlagen.

Sie erteilten ihm einen getreuen Unterricht, und dieses alles um­sonst ; außer daß er des Tages 4 Stunden kleine Kinder unterweisen und dann und wann seinen Wohlthütern einen außerordentlichen Hofdienst lei­sten mußte. Er genoß überdem einen fteyen Tisch, welcher mit so vieler Sorgfalt eingerichtet wurde, daß Der junge Mensch nie Gefahr lief, feinen Magen zu beschweren, oder seine Leidenschaften zu erhitzen.

Jgnarus war in Der That fleißig, und er würde vieles gelernt ha­ben, wenn er Zeit und Bücher genug gehabt hatte, und wenn die Kost, deren er sich bedienen mußte, seinem Magen Mraglicher gewesen wäre.

Well