Ausgabe 
11.1.1774
 
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Wochenblatt. 15

unb ozansemstm wurde das seichte ihrer Sittenlchre der Welt deutlich as- reiat, und ihnen oft der Vorwurf gemacht, daß die, durch sie b hW' Christen in China, Christo und dem Confucius dienten, , daß ste vdh* ften mehr als einmal dem vergötterten Herden Weyhrauch gestreut, batten, und woite der Pabst wieder sie entscheiden, so dlstinMirtcn sie seine In- faliibilitat hinweg , und das in öffentliche n Schriften. Denn er ist nur unfehlbar, sagten sie, wenn er auf Petri Skui sitzt, aber wenn sitzt er drauf?-

Nie hat eine Gesellschaft eine so feine Politik, so zweckmasige Ver- haltungsrcgcln gehabt, als diese geistliche Familien. Und nie wurde em ^deal von Staatskiugheit so vollkommen ins würkl-che gebracht, als bey diesem Orden. Wir" wollen nur einige Beyspiele anführen. Vermöge geheimer Instruktion, waren sie verbunden, gegen jedermann den Schein der Liebe und der Demuth anzunehmen, arme verlaßne Kranken, Hospitäler und Gefangenen zu besuchen, und die Gunst des Pöbels zu ge­winnen. Die geringsten Allmosen mit froher Mine, zu nehmen, um mstd- tbätige Herzen zu grösern Schenkungen zu reizen, und, damit sie ihre Ar- Muth einen noch heuchlerischen Firnis gäben, dursten sie gar keine Lande- reyen um ihre Wohnsitze herum, kaufen, sondern in entfernteren Gegen­den, oder im Namen eines guten Freundes, oder für entlegener- Colle- fiien, dieses auch noch deswegen, damit die Fürsten und Landsherrn, die Einkünfte der Gesellschaft nicht erführen , und würklich wüste diese auch niemand äusser dem Provinzial und der Pater General in Rom.. Ferner wurde ihnen eingescharft, vertrauten Umgang mit Fürsten und hohen Per­sonen zu suchen, ihre Lieblingsneigungen, gefetzt auch, daß sie böse waren, als Naturfehler zu übersehen, die Mode > Laster nicht aus den Grenzen der fugend verscheuchen, sondern sie als Schleichhändler ohne Vußimpost, oder unter dieser Strafe zu dulden, für fürnehme Personen Dispensation in Ehesachen bev dem heiligen Vater auszuwürken, sich nach allen häuslichen Angelegenheiten angeschner Familien genau zu erkundigen, und ihnen mit klugem Rath behülflich seyn, sind sie durch Privatuneinigkei- ten getrennt, sie wieder zu vereinigen suchen, um dadurch sich unentbehrlich zu machen. Die geringste Bedienten auf ihre Seite ziehen, um von der Maitreffe des Kammerdieners durch Zwischenpersonen , die Gesinnungen des Herrn zu erfahren, große Staatsbedienten auf gleichen Fuß zu be­handle, ihre Freunde zur Besetzung wichtiger Seelen empfehlen, ge-

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