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Wochenblatt-

n heit. Jeder ander- würde vielleicht das Geld behalten haben/ das du mir so großmüthig wieder gegeben hast. Der Himmel hat dich hier» her geführet/ daß du dasjenige wieder finden solltest/ was du verloren, r, und so viele Jahre vergebens gesucht hast. Da ich nun weiß/ daß Ali dein Sohn ist, so dauert mich nichts mehr/ als daß ich ihm in der Zeit, da er bey mir ist, nicht noch tausendmal mehr Liebe bewiesen habe. Doch meine Tochter ist bald dreyzehn Jahr, ich verspreche, sie deinem Sohne künftig zur Ehe zu geben, damit ich mit euch beydeu desto genauer ver- bunden werde."

Mirza uud Ali wurden über diesen grosmüthigen Antrag sehr ge- rühret, und konnten kaum Worte finden, dem Banda ihre Dankbarkeit auszudrücken. Sie blieben noch einige Tag bey einander, woraus ein je­der nach Hause reifete. Aber nach einigen Jahren wurde Ali mit des Banda Tochter wirklich verheirathet, und lebte nachmals sehr ruhig und vergnügt.

Die Glückseligkeit«

Als Jupiter die Regierung der Welt antrak, kamen alle Theile der Natur in ihren vorgesetzten Göttern, ihm zu huldigen. Einer brachte ihm einen Sack voll Winde, ein anderer einen Vorrath voll Hagel, und ein dritter einen Haufen nagelneuer Donnerkeile. Die Sterne Übergaben ihm ihren Einfiuß, das Meer seinen Dreyzack, die Erde ihre Früchte, und die Sonne ihre Jahrszeiten. Mit einem Worte, alle Götter mach­ten ihm ihre Aufwartung, und unter andern kamen auch die Schicksale, und brachten zwo große Tonnen mit, wovon sie die eine zu Jupiters Rechten , und die andere zu seiner Linken stelleten. Die eine war mit allen Glückseligkeiten des menschlichen Lebens, die andere aber, mit lauter Un­glück angefülket. Weil die Welt zu dieser Zeit noch viel unschuldiger war, als jetzt, so gieng Vater Jupiter mit der Tonne zu seiner Rechten ziemlich freygebig um, and theilete reichlich aus. Als aber die Menschen endlich aus der Art schlugen, und seiner Gütiqkeit unwürdig wurden, so zapfte er auch das andere Faß an, und überschwemmete die Welt mit Plagen und Armuth, mit Schlachten und Krankbriten, mit Eifersucht und Falschheit, mit vergifteten Crgötzlichkeiten und mit frühzeitigem Tode.

Weil