Ausgabe 
23.3.1773
 
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Feldstein«. Dieser Stand der Natur gefällt dem bekannten Verfasser de« Discours für 1 ongine & les fondemens de 1 ineo-alite parnn le» Hommes fo ausnehmend wohl, daß er solchen dem gesellschaftlichen Leben m den meisten L>kaaken weit vorziehet, auch der festen Meinung ist: wann dem ersten, der sich unterstanden hat ein Stück von der noch unq-th-ilken Erde -inzuschli-ß-n und zu erklären: Diesig gehöre mir zu, seine Pfäh- le wären weggerissen, oder der darum gezogen« Graben wieder wär-zuae- füllt, er selbst aber von seinen Mitmenschen vor einen Betrüger erkannt worden, vor deme man sich hüten müßte, wo sie nicht alle verlohren sevn wollten, dann die Früchte der Erd- gehörten allen insgemein, die Erd­selbst aber niemand besonders zu ; so würde dem menschlichen Geschlecht unzähliger Jammer und Nokh seyn ersparet worden.

Diese Betrachtung enthält viel wahres, gleichwol wird man kein Volk damit bereden (wann es auch in ftmer Wllkühr stünde) die Ge­meinschaft der Güter unter stch wieder einzuführen, und dieses um so we. mger als sie von der Unthunlichkeit einer solchen Unternehmung durch die BeysMe einiger allen Republiken hinlänglich können überführt werden.

. . Der Verfasser erwähnten Discours erkennet auch selbst, daß -S Mit ,-n-m Stande der Natur in die Länge nicht würde gut gelhan haben; dann endlich würde doch einer die Oberhand über einen Bezirk und dessen Einwohner gesucht, und auch erhasten, folglich st- unter das Joch g-, bracht: ander- aber eben dadurch veranlasset haben demselben zu entgehen freywillig eine bürgerliche Regierung unter sich aufzurichten , um sich un­ter dem Schutz derselben mit vereinigten Kräften vor jenen Tyrannen sicher zu stellen. Solchergestalt mag, das weltliche Regiment errichtet, und mit demselben das Eig-nthum der Güter cingeführt worden s-vn. Anfäna- lich tauschte eine Gegend die Produkte ihres Fl-ises gegen diejenige ihrer Nachbarn; nachher» aber wurde zu mehrerer Bequemlichkeit solchen Tau- schrS das geprägt- Gold und Silber als das allgemeine Vörstellungse-i- ch-n aller zeitlichen Güter nach einem gewissen Werth angenommen, als welches jetzo unter dem so gemeinen Namen des Geldes bekannt ist; hier- nach wurde auch die so große Ungleichheit unter den Menschen veranlas. sek, die unserm Verfasser so höchst anstößig und unbillig scheinet; da einer­seits so viele Menschen in dem Ueberfiuß aller zeitlichen Güter sitzen anderer s-ilS aber hingegen der weit mehrere The» in so tiefem Elende schmachtet,

daß