Ausgabe 
22.6.1773
 
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Wochenblatt.

tiHh frommet Menschen im Elende und Tode lesen. Alle stimmen dann überein, Daß Diese vor jenen große ZufrieDenhert und.«LtanDhaftiMr bewiesen.

Ich will meinen Lesern nur einige Beyspiele davon nennen.

Iohatt»r Arndt und Spener/ unter welchen freudigen Gedanken des ewigen Lebens entschliefen fiel

Addison, der sich in seiner langen Krankheit gelassen und männlich gezeigte, ließ kurz vor seinem Ende einen hoffnungsvollen jungen Der wandten zu sich rufen. Er ergriff des Jünglings Hand » druckte sie > und sprach sanft zu ihm: siehe m welchem Frieden em Christ sterben kann, er starb bald darauf.

3. Hervey bewieß in seiner letzten schmerztichen Krankheit eine un- alaubklche Gedult. Er sprach mit der grösten Getaffenbeir und Hetterkelt von seiner herannahenden Auflösung. Er empfand den letzten Kampf, aber er führte ihn mit aller Zuversicht, Freudlgkett und Hoffnung. Er richte­te sich in demselben mit der grösten Heiterkeit und e»nem freundlichen We­sen auf, und wiederholte die Worte: Herr, nun lassest du Demen Dienet in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Herland gesehen.

HochsiZrstliche Versrdmm§.

Von Gottes Geraden Ludwig Landgraf zu Hesse« rc.

Thun kund hiermit, daß Wir vor gut angesehen, bey der bishero anaedaurten nassen und betrübten Witterung, welche den Wachstbum der Früchte und Erndte merklich zurück gehalten , und bey dem ohnehm überall ausgebrochenen Brodmangel und Theurung, Unfern lieben und getreuen Unterthanen unter anderem auch dadurch einige Erleichterung zu­gehen zu lassen, gnädigst resolvirt haben^^daß Wir den Termin, mit we^

pontsvvidans Sammlung, nebst der, welche ßervey herausgegeben, sind nützliche Schriften. In der setzlern trift man fteylich auch bisweilen dl- bemerkten Fehler an. Beyde verdienen zur Beförderung der häuslichen An- -achtöübungen eine Fortsetzung.