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gitff« WoPciil'lokk. Ein und Fünfzigstes Stuck.

Dienstags den ri. Dcccmbr-177?.'

Mit Hochfürsil. Hessin Darmstädtischcr gnädigsscr Erlaubniß.

rXHenn wir auch nur mit der allerfiüchtigstm Aufmerksamkeit auf das vH was in unferm Innersten vorgehet. Achtung geben; so können wir wV «ar nicht mehr sweifeln, daß nicht ein jeder unter uns eine ange- bohtne und unüberwindliche Siebe zu sich felb|ten und alle Cem, was seine Glückseligkeit zu befördern scheinet, haben sollte.

Diese von Natur uns eingeprägte Neigung, uns unt unfern Zustand fe vollkommen zu machen alS immer möglich, und welche wir mit Recht Eigenliebe nennen können, ist jedem verständigen Wesen eigen , ja es ist oins unmöglich, sich eine vernünftige Creatur ju gedenken, die nicht von derselben sollte belebet werden. Denn woferne man annehmen wollte, datz ein Wesen sich selbsten nicht liebte, so wüste man nothwendig voraus etzen, daß es sich entweder selbsten nicht kenne, daß es das innere Gefühl von seiner Wirklichkeit nicht habe, oder daß «S eines solchen Gefühls gar nicsst fähig und folglich gar nicht vernünftig sey. Gewiß! ein Wesen, das sich feihilen nicht kennet, das kein Gefühl und Empsindung bnt , gehöret in die Geschöpfe. Die Siebe zu sich selbst ist d.e große Äbfeder, welche die verständige» Wesen in Bewegung und gehörigen Ganae bringet, die sie antreibet, Die Trägheit oder natürliche Unempfind. sichkstt zu überwinden und hingegen diejenige Kraft anjuwmden , w-lchs viigegenwärtige Handlung von uns zu erfordern scheinet. Wenn sich k> -

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