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Moche«»la«
Acht und Zwanzigstes Stück.
Dienstags den Julü i77b
Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.
Fortsetzung von Lubin undpererre eine ländliche Erzählung.
/Lchon längst hatten die guten Alten gewünscht, daß sie einander mit tQ einer stärker» als Verwandschaftsneigung lieben möchten, um sich und ihre Kinder ganz glücklich zu sehen. Mit Freuden eröfneten sie ihnen jezt, daß sie nicht Bruder und Schwester waren , mithin auch ihre Liebe in keinem Fall strafbar sey. Lubin schenkte dem Andenken seines Vaters eine Thräne, Perette küßte sie auf, und beyde wurden im Augenblick verlobt, von tausend Segenswünschen der Aeltern überschüttet.
Phüint erfuhr bald ihre nähere Verbindung ; lange traute er sich nicht, vor ihren Augen zu erscheinen. An einem Morgen sähe er von weitem dieses glückliche Paar an dem Ufer eines Baches ruhen; er dachte bey sich: möchtest du doch ganz nur ihre Freundschaft erwerben, da du ihre Liebe nicht verdienen, und doch ohne sie nicht leben kannst. Er näherte sich ihnen in verstellter Demuth, gestund seinen Fehler, entschuldigte ihn durch die Größe seiner Leidenschaft, bat um Vergebung, um ihre beyderseitige Freundschaft. Ihre guten Herzen schenkten ihm alles, was er verlangte. Oft that er zwar noch versteckte Versuche unter der Larve der Aufrichtigkeit, idre Herzen gegen einander aufzuwiegeln , sie waren aber zu genau verbunden, und auch des geringsten Argwohns ganz unfähig. Gab er aber gleich alle Hoffnung aas, sie jemals zu trennen; so war ihm doch an der


