Giesser
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Zweites Stück.
Dienstags den >r. Januar. 177;.
Mit Hochfürst!. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.
Fortsetzung der im vorigen Stück abgebrochenen Materie.
<k^Nitten in diesem Zimmer war ein kleines eisernes Feldbett ohne Vor- hang, so groß wie ein Ruhebette, auf demselben lag eine schlech- u Matratze und auf dieser der König ohne Decke in einem blauen sehr schlechtemRokelor worauf der schwarze Adler gestickt wäre. Auf dem Kopf hatte er einen großen Hut mit einer weißen Feder, diesen nahm er sehr gnädig ab, da ich noch io Schritte von ihm entfernt wäre, und sagte: Approches Mr. Zimmermann (treten Sie näher heran, Herr Zimmermann ) Ich kam bis auf 2.. Schritte vor den König; Er nähme eine unaussprechlich gnädige und zugleich mit unendlicher Majestät vermischte' Miene an und sagte zu mir: j' apprend, que vous aves retrouve vörre fante ä Berlin, & je vous felicite (ich vernehme, daß Sie ihre Gesundheit in Berlin wieder erlanget haben und ich wünsche Ihnen Glück dazu.) ich antwortete: Sire! j’ai trouve la yic ä Berlin A dans cet inflant je trouve un bonbeur plus grand encore. (Sire! ich habe mein Leben in Berlin gesunden, aber in diesem Augenblick finde ich ein noch weit gröse- res Glück.) der König fuhr fort: vous aves fubitine cruelle Operation; vous deves avoir fbuffert enormement, (Sie haben eine grausame Operation erlitten; Sie wüsten über die maßen viel ausgesianden haben ) ich antwortete: Sire! il n’en valo.it pas la peine (es hatte nicht viel zu sagen -) und von dem Augenblick an ward mir so wohl, mein Gemüth so
D munter,


