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Wochenblatt. 147

voller dicken breyhasten NephtS, welcher statt des Theeres kann gebraucht werden. Unten bey dem Brunnen ist eine Karavanserey für die Fremden, so den Nepht abgeholt, und in fünfzehn steinernen Kellern ist der Nepht eheveffen aufbehalten worden, die meisten aber sind verfallen; doch ist noch etwas Nepht mit Wasser zu sehen. Man erzählte, wenn ein Mensch an einem Seile in einen Brunnen gelassen würde, so könne er nicht lange bleiben, ohne Lebensgefahr. Ich ließ ein Huhn am Stricke hinunter eine Viertelstunde hangen, und als man es los bunde, saß es wie schwind- licht, lief aber bald munter weg. So glaubte ich schwerlich, daß es den Menschen ersticken sollte. Wenn die Quellen verstopft werden, wird alle­zeit einer hinabgelassen, solche zu reinigen. Wie wäre es atkch möglich ge­wesen, die Brunnen so tief zu graben , und mit Steinen auszumauren, wenn der Dunst des Nephts so gefährlich seyn sollte.

Nicht über sechs Werste von hier bey klein Ucbnm'v liegt auf ei­ner Ebene der große wachsende Berg, welchen ich nachdem den t7tenAu­gust besah. Von ferne ist er wie ein Kegel anzuschauen; der Umfang unten betrügt dreyhundert Schritte, und die Hitze siebenzig Klaftern: er geht sehr steil in die Höhe, oben ist der Quell zwo Klaftern breit im Durch­messer, alle Minuten brudelte es einmal, und spritzte den dicken salzigen Schlamm mit grauer Erde oder Leim, weit um sich: ich konnte mit einem Stocke nicht über zwey Ellen tiefkommen. Bey nassen Jahrszeiten Dringt Der Schlamm häufig über Des Berges Spitze, und setzte sich rund um an. Davon er dann immer etwas höher wird. Bisweilen aber quillet so stark, daß der Schlamm über hundert Schritte weit unten am Berge herablauft, wie es auch an Der ausgetrockneten Erde Deutlich zu erkennen. Es sind keine Steine darunter. Der Berg ist aschgrau, und wachst kein Gras darauf. Hiemit will ich nun die Merkwürdigkeiten auf der absche- ronischen Halbinsel beschließen, und noch das übrige von Baku anzeigen. In den Hausern halten sich Scorpionen auf; wenn sie jemanden stechen, bestreicht man Den Ort mit Scorpionöl. Außer Der Stadt in den Saff- rangarten zwischen Den Steinen, Die statt eines Zauns umhergelegt sind, findet man deren mehr, auch Taranteln. Ich sammlete etliche in ein Glas, und bemerkte als was sonderbares, daß die Tarantel Dem Skorpion Den Stachel abbeiffet und ihn hernach auffrißt; wenn sie satt ist, so beisset sie Den andern, Den man hineinlegt, sogleich Dm Stachel ab: wirft man aber mehr auf einmal hinein, so überwältigen die Scorpionen Die Tarantel

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