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Giesser Wochenblatt. Fünf und Vierzigstes Stück.

Dienstags den 9- k7ov. <77;.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstadtsscher gnädigster Erlaubnis.

weisse.

Der, den wir ost verächtlich schätzen, Vielleicht wird das ein größrer Mann, Alö ich nie werden kann.

/Erhaben zu denken und großmüthig zu handeln, ist nicht jederzeit ein Lj eigentbümlicher Vorzug dererjenigen, welche durch Geburt und Ver- mögen über andre erhaben sind- Nur gar zu oft verrathen Perso­nen von Stande und grossem Reichthum solche Gesinnungen, welche nur kleinen Seelen eigen zu seyn pflegen; und die Handlungen, welche sie bis­weilen ausüben, würden sehr ost in Die Rubrike der Niederträchtigkeiten gesetzt zu werden verdienen, wenn nicht bisweilen die Lobredner und Ge­schichtschreiber der Grossen durch gewisse äußre Umstande gezwungen wür­den, selbst kleine und niedrige Handlungen zu verkennen. Wenn Groß- mutb und edle Denkungsart allezeit von den Glücksumstanden der Geburt, der Erziehung oder des Standes abhiengen, so musten fteylich diejenigen die edeldenkensten und großmüthigsten Menschen seyn , die gleichsam als Sonnen unter den kleinern Gestirnen stehen und durch den blendenden Glanz ihres Reichthums, ihrer Gesellschaften und ihrer Lebensart alles um sich

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