Wochenblatt.
fie umarmte: O, der Beste unter allen Christen! O der Großmüthigste unter allen Menschen! So setzt mich denn der Himmel in een Stand, daß ich Ihnen selbst mein Vermögen, mein Leben, und alles was ich kostbares habe, anbiethen kann! Alles gehört Ihnen. Kommen Sie, ftyn Sie mein Herr zu Smirna; ich bin der Ihrige, so wie ich des Kaufmanns zu Livorno war-
Diese Liebkosungen setzten alle Türken in Erstaunen. So gerührt der Genueser auch war, so ging doch seine erste Sorge nicht auf sich. Ich treffe Sie an, sagte er, und das ist emgroses Glück für mich. Aber Areyheit und Leben sind mir kein Geschenk mehr, wenn Sie mcht auch ein Mittel finden, mir meine Geliebte wieder zu schaffen. Einer von Ihren jungen Türken hat sie von mir weggeführt.
Der Türke ging weg, Erkundigung einzuziehen, und kam vergnügter zurück, als er weggegangen war. Nichts, rief er, ist uns zu wünschen übrig; ich kann Ihnen nicht allein die Freyhcit, sondern auch das wieder geben, was Sie lieben. Sein eigner Sohn hatte die junge Mal- theferinn zum Dienst seiner Mutter gekauft.
Dieser glückliche Kauf war die Gelegenheit, die den alten Türken auf den Markt führte. Denn da fein Sohn die Christensclavinn nach Hause brachte, fragte der Vater, ob noch andre Christen zu verkaufen da wären, in der Absicht einige zu befreyen , wie er zu Livorno versvro, chen hatte.
Man fand auch mit leichter Mühe den venetianischen Kaufmann, und der Türke bezahlte die Auslösung für alle, und erfüllte 'alle andere Pflichten mit einer Gutherzigkeit und Großmuth die des ChristenthumS würdig war. Die beyden Liebenden verliefen Asien mit ihrem -Oheime, und alle zusammen genossen in ihrem Vaterlands eine Glückseligkeit, die um so viel rührender war, weil sie auf rauhe Widerwärtigkeiten folgte." —
riacbncbten.
Denen Herrn Interessenten bey der Hochfürstl. Hessen Homburgi- schen Leibrentenbanco, dienet zur Nachricht daß Anfangs Julii dieses die rte


