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Wochenblatt

turecht fetzte, weit du so oft über mich und meines gleichen gelacht hast. ci(k bittefie von Herzen um Verzeihung, antwortete ich stammlend, ich M nun ganz gewiß nichts mehr von den Herrn Gespenstern sagen r ich kann ste versichern, daß ich es blos gekhan habe, um meinen Witz zu Xen? und gar nicht au« Ueberzeugung. Weil du es deswegen gethsn l,ast. sagte d»S Gespenst, so will ich dir es auch verzechen, dann ich bin mch, weil ich lebte, ein witziger Kopf gewesen. Du stehest hier den Schat, ten eines Mannes, der sich mit der Verfertigung von Leichen < und Hoch- »eikgedichten bei) feinem Leben genähret hat; ich hatte mich in dieser Ar. von Gedichten sehr berühmt gemacht: ich wollte aber, ich wäre es nicht gewesen, so dürste ich itzo nicht die Mchce Herumlauffen, und mit meinen K«ten spielen. Man nennte mich, weil ich lebte, Pancratius keberreim: unD tu must noch von mir in deiner Jugend gehört haben. Also ist eS würklich wahr, fragte ich, daß die Todten wiederum erscheinen, und m unsrer Welt herum gehen können ? Ich hätte es nimmermehr geglaubt. Es sind auch nicht alle Todten so wunderlich herum zu lausten verbunden, g|S wir Gespenster, sprach Herr Pancraziuv Leberreim. Die tugendhaf. len und die lasterhaften Seelen haben , so bald sie den Körperverlassen, ihre von der Gerechtigkeit bestimmte Wohnung, aber Diejenigen Seelen, die bev ihrem Leben nicht Verstand genug hatten, um im Ernst tugendhaft oder lasterhaft zu seyn, Diejenigen Seelen, die ihr ganzes leben mit kindische» undlächerichen Sachen zugebracht haben, werden noch für unre.ffe See« -n gehalten, und die müssen zu Gespenstern werden, und eme jettlang herum lauffen, bis sie völlig reifwerden. Um kurz zu sagen, die Nar« ren werden nach ihrem Tode zu Gespenstern und muffen diese Rolle spie« len, biß sie klüger werden, und für ordentlich reife Seelen gehalten wer« den können. Ich werde nun schwerlich lange mehr em Gespenst fcpn, weil i*nun\u sehen anfange, daß ich in meinem Leben ein Narr war, und Die X . Die ich itzo schleppe, wird wohl einmal Deinem guten Bekannten, kem Herrn ReüneftühV zu Theil werden. Daß ich die Wahrheit sage, rannst du aus den meisten Gespensterhistorien schliessen. Wir^Gespenster

fange» meistens so tolle Sachen an, daß es mich wundert, daß die Welt »mh nicht e i,gesehen hat, daß die Seelen kluger abgeschiedener Menschen niminermehr so seltsam thun könnten, sondern daß es nothwendig d e See- nn vcr Narren sevn müssen, Die einen solchen keimen machen. O Herr m,nttaüus Leberreim, unterbrach ich ihn, erlauben sie mir, das, was sie da sagen / aufzuschreibrn/ alödami kann ich mich mit Entdeckung einer