Wochenblatt. rv-
zum Sitzen genöthigt war, sagte er, er sey gekommen, mit ihm zu Abend zu essen, und er habe bereits dem Koch befohlen, für eine Mahlzeit zu sorgen, welches Herr Thomson hoffentlich entschuldigen würde. Thomson gab ihm die gehörige Antwort, und daraufkam ihre Unterredung auf gelehrte Gegenstände. Nachdem die Mahlzeit geendigt und gut getrunken war, nahm Qum Gelegenheit, seine Absicht zu erklären , und sagte es sey jetzt Zeit zur Sache zu kommen. Thomson antwortete, er sey bereit ihm, so weit eS seine Fähigkeiten erlaubten, in allem zu dienen, was er befehlen würde: denn er glaubte, Qurn's Besuch betraft eine Schau- spiclangelegenheit. „ Mein Herr, sagte Quin, Sie verstehen mich um „ recht, ich bin in Ihrer Schuld; Sie haben hundert Pfund von mir „ zufodern, und ich komme, um Ihnen diese zu bezahlen.,, Thomson antwortete mit einer niedergeschlagenen Mine, er sey sich nicht bewußt, j-mals Herrn dXufrt beleidigt zu haben, und wundere sich daher, daßdie- scr seines Unglücks zu spotten suche. „ Bey Gott! nein, sagte ü indem er seine Stimme erhob, „ davon bin ich unendlich entfernt. Ich i, sage, ich bin Ihnen hundert Pfund schuldig, und da sind sie; „ indem er eine Banknote von diesem Werthe vor ihn hinlegre. Thomson erstaunte und bat ihn, sich zu erklären. „ Gut, antwortete Quin , ich „ w'.ll es Ihnen sagen. Bald nachdem ich Ihre Jahrszeicen gelesen „ hatte, fiel es mir ein, mein Testament zu machen, wert ich doch nach „ meinem Tode etwas in der Welt zurückzulaffen hätte. Unter denüdri- „ gen Vermächtnissen bestimmte ich auch den Verfasst der Jsahrszeirerr „ hundert Pfund, und da ich heute hörte, daß Sie in diesem Hause wa- „ ren dachte ich, ich könnte eben so gut das Vergnügen haben, selbst das „ G 10 auszuzahlen, als den Execmoren meines letzten Wollens aufgeben, „ daß diese es Ihnen bezahlen sollten, zu einer Zeit, da Sie es vielleicht „ weniger nöthig haben möchten; und dies , Herr Thomson/ ist die „ Angelegenheit, um derentwillen ich hieher kam. „ Es ist unnöthig, Thomsons Danksagungen anzuführen; man überlaßt es jedem Leser, sie sich selbst vorzustellen.
Acadenn'sche Neuigkeiten.
Den 30. Merz bestieg Herr Johann Philipp Vogler von Darmstadt den medicinischen Catheder ohne Vorsitz, um die Würde ei* O i neS


