Ausgabe 
6.4.1773
 
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WoHcnvlall.

Vierzehendes Stuck.

Dl'enstags den 6. Zlpn'l. '77?.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis.

Der Frühling ent Schäfergedichh aus dem Englischen des Pope.

DaphnLs.

K^öre, wie die Vögel auf jedem blühenden Ast den dämmernden Tag mit einer freudigen Musick aufwecken! Warum sitzen wir stumm, da frühe Hänflinge singen, da die wirbelnde Philomele den Früh» ling grüßet? Warum sitzen wir traurig, da der Morgenstern so helle scheint, und die verschwenderische Natur die purpurne Jahrszeit mahlet?

Strephon-

Singe nur, Dämon soll dei,ne Töne anhören, indessen daß dorten die langsame Ochsen die gefürchte Ebene Herumwenden. Hier glühet der glänzende Crocus, und die blaue Viole. Hier wehen westliche Winde über die duftenden Rosen. Ich setze dir jenes Lamm, das nächst der Quelle spielt, und von dem Rande derselbigen über leinen tanzenden Schar­ten hinsieht.

Daphnie.

Und ich diesen Vecher, auf welchem kriechendes Epheu sich herum- schlingt, und schwellenden Trauben den krausen Weinstock beugen. Vier

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