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ziemlich die rußische Sprache. Auf Befragen bekam ich von ihm folgenden Bericht. Vor viel Lausend Jahren habe der Teufel die Menschen sehr geplagt, daß Gott sich endlich erbitten lassen, ihn in die Grube oder Hölle zu werfen, da er denn ein Feuer über ihm angezündet, welches nun vom Fette des Teufels, der sehr groß und dicke gewesen, beständig fortbrenne. Damit er aber durch seine große List sich nicht wieder heraushelfe; so sey ihnen, (den Gebern) anbefolen, feier Wache zu halten , und ohne Unterlaß Tag und Nacht bey diesem Feuer zu beten. Die Indianer/ deren in Persien fast in allen Städten nicht wenige sind, kommen ebenfalls häufig zu diesem Feuer, und thun sehr andächtig.
Das ewige Feuer brennet in einer ungleichen länglichten Grube, zwanzig Klaftern lang, welche nicht über anderthalb Klafter tief ist. Der Grund besteht mehr aus Felsen als Erde. Es brennet nicht die ganze Grube überall gleich. Dre größesten Flammen sind nicht über drey Klaftern hoch An einigen Plätzen brennet es gar nicht, oder doch nicht bestan- dig. Es ist zu verwundern, daß von so langer Zeit her die Grube nicht tiefer geworden, und daß das beständige Feuer die Grundsteine nicht mürbe gemacht, da es doch die Kalcksteine über der Erde locker machet, daß sie zerfallen. Auf eben dieselben Stellen setzet man Kalcksteine in drey oder vier Haufen auf; dann nimmt man etwas Stroh, zündet es bey dem großen Feuer an, wirst es an den Steinhaufen, so fahrt aus der Erde die Flamme mit einem Geräusche auf einmal in die Höhe, und eriüllt den ganzen Haufen; den lasset man drey Tage brennen ; so ist der Kalk fertig. Sodann ziehet man die Steine mit eisernen Haken aus einanderauS der Grube, und führt sie nach Baku. Dazu war hier ein Unterofficier und zwölf Soldaten bestellt, welche beständig Kalk brannten. Sie mußten aber auch täglich Acht haben auf die fünf einzigen weißen Mephe- brunnen / welche anderthalb Werste von hier in dem Solaneschack/ das ist, in einem salzigen trockenen Thal befindlich , mit Steinen bedeckt und versiegelt waren , welche man nur alle Monat einmal ausschöpfen konnte, weil sie nicht stark anquollen. Dieser Nephr war doch nicht ganz weiß, sondern fiel ins gelbliche. Er wurde theuer verkauft, und wie man mir versicherte, mit zum Lackfirniß gebraucht, welchen die persier mit Sandarak sehr schön zu machen wissen.
Ich komme wieder zum Feuer: es thut ganz wunderbare Wirkung. Ich zweifle gar nicht, daß es nicht seine beständige Nahrung vom Nepht, S 2 ter


