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Wochenblatt

««inen Vries, den er in Ziffern an einen Proveditorevon Venedig schrieb, n!*£ un'o wi-'b-giMtt vi-se Ottomannif»e Pforte den Ministern einer Macke, di"sie bekriegen will? Sie macht den Anfang damit, daß sie die» seiden ins Gefänaniß fetzen läßt» So ließ Mustapha , der jetzige Regent, den rußischen Gevollmeichkiglen in dem Schlosse der sieben.Thurm,iemsper« ren. Diese üdermülhige Beschimpfung, dir m der ^sson dieses Mmi siers allen Fürsten angethan worden, ist nachherdmch S.ege des Gra, fen von Romanzow, durch die Flotten, die aus dem innersten Norden her» vor kamen und die Ottomannischen Flotten im Angesichte von Konstanti­nopel , unter dem Commando drS Grafen von Orlow emäscherten, durch die Eroberung von vier Provinzen, welche die Fürsten Gallrtzm , Dolgo- rouki und fo viele andere berühmte Generale den Türken entrissen haben, gehäufte Thaten rufen mit lauter Stimme dem übriger» Europa zu ; Zu Hülfe! fo har die T^ranney der Türken ihr Ende!

Gewiß, wenn die römische Kaiserin, Maria Theresie, ihrem wür­digen Sohn ihre Truppen leihen wollte, wer könnt ihn hindern, in einem einzigen Feldzüge ganz Bosnien und die ganze Bulgarey wegzunehmen, unterdeß die siegreichen Armeen der Kaiserin Katharina der zweyten auf Konstantinopel loSgiengen. , H

Wie oft hat nicht der Graf Marcllli, der die Regierungsform der Türken so gut kannte, gesagt, daß es leicht fey, diesen großen Coloß, der seine Macht bloß unfern Trennungen zu danken hat, ubern Haufen zu werfern! Ich wiederhol' es nach ihm, ist bloß unser Fehler, wenn Europa nicht gerachet wird.

Man befürchtet, das HauS Oestreich werde zu mächtig werden, und der römische Kaiser werd' in Rom herrschen. Wollt Ihr denn lieber, daß die Türken dahin kommen? Dieses ist schon lang' ihre Absicht gewesen, und sie werden eines TageS im Stande seyn , eS auszuführen , wenn man leidet, daß sie sich wieder erholen und ihren Verlust ersetzen.

t- Roch'mehr fürchtet man sich vor Rußland. Allein worinn sollte diese Macht gefährlicher seyn, als die Türkische? Und warum will man sich vor entfernten Geißeln fürchten , da man die gegenwärtigen zersiöh- ren kann?

Wie! man hat Toscana einem Bruder des Kaisers, Parma einem Sohn des Königs von Spanien gegeben, man hat dem Pabst Bene- f; A HhL w