Z48 Wochenblatt.
ihre Stimme, die von Natur sanft ist, zwingt sie in einen weinerlichen Ton, und ihre Nerven sind so zart, daß sie hysterische Zufalke bekömmt, wenn ich einmal laut lache - ich habe mir viel Mühe gegeben, sie von ihrer Thorheit zu überzeugen; allein, spaße ich darüber, so weint sie bitterlich, und ich werde als der größeste Unmensch aus dem Zimmer gewiesen. Ich nehme mir alle Tage vor, alle Verbindung mit einer so lächerliclM Gesellschaft von Unglücksktndern aufzuheben; allein , so ein Unmensch ich auch bin, so wird doch allemal mein Vornehmen durch ihre Bitten , bey ihnen zu bleiben, wieder vernichtet, obgleich eine abgebrochne Absonderung die unausbleibliche Folge unsrer Wiedervereinigung ist.
Ist es, mein Herr, nicht zum Erstaunen, daß Leute, denen es an Verstände gar Nicht fehlt, und die mit Gütern übersiüßig gesegnet sind, solche Feinde ihrer Ruhe seyn können, daß sie, statt auf die Unglücksfälle andrer zu achten, denen zu helfen sie ein reichliches Vermögen baden, die gnädigen Absichten der Forschung aus solche Art gänzlich vernichten , wo eS auf ihre ewige Glückseligkeit ankömmt, und alle Gelegenheiten, GulrS zu thun, die sich ihnen öfters dardieten, vernachläßigen.
Ich di» Ihr
ergebner Diener
George G. B ..
Vor das Drüserr der Pferde.
Nimm zwey Pfund Antimonium Crudum, ein Pfund Salpeter, rin Pfund Foenum graecum, davon wird ein Pulver gemacht , und den Pferden um den andern Tag drey Loth mit dem ersten Futter ein, gegeben.
Daß Sommerkom gebrannt, wie es die Menschen zum Caffee trinken hat mir bey den Drüsen der Pferde täglich eine Hand voll unter das Futter gegeben, gute Dienste gethan. Daß übrigens die Drüsen zum Laufen kommen , ist das beste Mittel, das Pferd zu beräuchern mit Bohnenstroh, Wermuth oder Rauten, dieses wird auf glühende Kohlen in ei- enr


