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Menk^ r lebt, der dieses Elend selbst nl seiner Person mitangese-
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LMet uns nun höher hinaufsteigen : denn man sieht schon daß die CnMnung der Zeit für sich allein betrachtet, keinen Einfluß haben kann, wenn die übrigen Erfordernisse vorhanden sind. Wenn also die große Begebenheit, nach welcher Julius Casar sich die römische Republick unterworfen hat, auf eben die Art, wie bey dem vorhergehenden Beyspicl mit Zeugnissen beüättigt werden kann, so wird man sie eben so sehr als eine neuere, wiewohl verfloßne Begebenheit glauben können.
Nrmmache man die strengsteAnwendung aufdie Zeugen welche die War- heit der Begebenheiten des Christenthums bestattigen, so wird man finden, daß die Begebenheiten weit mehrere, und völlig unverdächtige Zeugen aufweisen können, als hundert andre des AlterthumS, an denen doch kein Vernünftiger nur einen Augenblick zweifelt.
Ich hätte hier ein weites Feld, noch allerlei) Anmerkungen über die Zeugen für die christliche Religion zu machen, um daraus den Werth ih. res Zeugnisses noch sehr zu erhöhen, welches ich aber alles übergehe, weil eS bereits von vielen einsichtsvollen Männern ausgeführt worden ist. ES sey genug, den Grundsatz zu wiederholen, daß es, wenigstens einige, langstverfloßne Begebenheiten giebt, von denen man eben so gewiß seyn kann, als von denjenigen, die wir selbst erleben.
Es ist also mehr ein Kennzeichen einer verzweifelten Sache, als der Wahrheitsliebe, wenn man gegen die Würklichkeit einer Geschichte weiter nichts mehr einzuwenden weiß, als daß doch zulezt alle Historien ungewiß wären, weil noch immer das Gegentheil davon möglich bliebe. Sollte dieser Grund hinreichen, so müsten wir unsre meisten eignen Erfahrungen schlechthin leugnen , weil nicht nur das Gegentheil von der Sache, die wir erfahren, zum Beyspiel alsdenn, wenn es freye Handlungen be. trift, möglich ist, sondern es auch im allgemeinen immer möglich bleibt, daß wir unS in unfern Erfahrungen betrügen können. Wer mit dieserEm- wendung eine Geschichte umzustoßen gedenkt, den sollte man billig in die Schule schicken, daß er den Unterschied zwischen der Möglichkeit und Würklichkeit lernte, weil er nicht Verstand genug hat, denselbigen aus • 3 tausend


