4«r Wochenblatt.
Erzchlte, mit der äußersten Aufmerksamkeit an, und brennte vor Begierde, fid) bald von Hause entfernen zu können. Sein Vater hielt ihn für noch zu jung, als daß er ihn den Beschwerlichkeiten einer fernem Reise oder gar Des Krieges hatte aussetzen sollen. Zudeme besaß er einen so ansehnlichen Reichthum, daß sein Sohn gar nicht nöthig hatte, sein Glück bey Fremden zu suchen.
Allein nichts konnte den jungen und feurigen Pachi-Curd zurückhal- ten. Als er das vierzehende Jahr erreicht hatte, begab er sich oh^e seinen Eltern etwas davon zu sagen , an den Bord eines cosakischen Schiffes, welches fertig lag, von Balaclay *) unter Seegel zu gehen. Er entwendete seinem Vater eine geringe Summe an Geld , um sich nicht nut ledigen Händen unter fremde zu wagen, da er solchem sein Vorhaben nicht entdecken durste, weil er ihn ganz gewis davon abgehalten haben wurde. Aber hernach ersetzte er seinem Vater diese kleine Summe tausendfach. 2luf diese Art kam er nach Podolien, und ein gewisser Kaufmann, welcher sich auö seiner Gesichtbildung viel Gutes versprach, nahm ihn zu sich.
Bey diesem verhielte er sich so wohl, und dem Vertrauen, welches der Kaufmann auf ihn gesetzt hatte, so gemas, daß ihn solcher als seinen Factor nach Consiantinopel schickte. Nach seiner Zurückkunst vertrauten ihm noch verschiedene andere Kaufleute ihre Waaren an, und schickten chn damit nach Caffa, und in andere Seehafen des schwarzen Meeres.
Bey diesen Verrichtungen zeigte erso viele Klugheit, daß sein Ruhm täglich zunahm. Er wurde in allen Handelsplätzen bekannt, und die Hochachtung, welche man für ihn hatte, stieg so hoch, daß ihm die Kaufleute au6 der Ukraine und aus Podolien, um die Wette ihre Güter anvertrauten. Oesters ging er mit zwanzig und mehr Schiffen unter Segel, mit deren Ladung er nach Gutdünken verfahren konnte. Bey dieser Beschäftigung erwarb er einen so ansehnlichen Reichthum, daß er für sich selbst eine wichtige Handlung errichten konnte, und nun fieng er an, den Grund zu seigern großen Vorhaben zu legen. Seine Gemüthsbeschaffenheit war viel zu lebhaft und unruhig, als daß er langsame Wege, ein großes Glück zu machen, hätte einschlagen sollen.
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*) Dies ist eine Seestadt am Einfluß des Dniepers, wo Pachi-Curd erzogen wurde. Man findet sie auf des de L'Jßle Karte von der Ukraine.


